36 in neues Forschungsschiff entsteht
Die geringen Unterwassergeräuschemis
sionen sollen die Tierwelt schützen und
die wissenschaftlichen Arbeiten an Bord
optimieren.
Das zukünftig größte Schiff In der Flotte
des BSH wird die Aufgaben der derzeit in
Fahrt befindlichen ATAIR In der Wracksu
che und der Seevermessung überneh
men. Zusätzlich wird es meereskundliche
Messfahrten wie zum Beispiel die jährliche
Sommeraufnahme durchführen, für die
das BSH derzeit jährlich ein Forschungs
schiff chartert. Die ATAIR wird In Nord-
und Ostsee sowie Im Nordostatlantik
unterwegs sein.
Das Schiff bietet Platz für 18 Personen
Besatzung und 15 Wissenschaftlerinnen
und Wissenschaftler. Zur Ausrüstung
gehören unter anderem zwei Nasslabore,
ein Trockenlabor, ein Ozeanographie- und
Hydrographielabor, eine Einrichtung zur
Luftschadstoffmessung in der Seeschiff
fahrt sowie ein Arbeitskran und Schiebe
balken für geologische Arbeiten am
Meeresboden. Ein 200 Quadratmeter
großes freies Arbeitsdeck wird ebenso
vorgehalten wie zusätzlicher Raum und
Stellplätze für Labor- und Transportcon
tainer und weitere wissenschaftliche
Zuladungen von mindestens 150 Tonnen
Gewicht. Dabei kann es sich sowohl um
mobile Winden als auch zusätzliche
meereskundliche Geräte handeln. Eine
umfangreiche Tauchausrüstung mit
Taucherdruckkammer ist ebenfalls an
Bord untergebracht.
Die Konzeption und Planung des Neubaus
sowie die Durchführung des gesamten
Vergabeverfahrens wurde federführend
vom Referat Schiffstechnik der Bundes
anstalt für Wasserbau (BAW) in Hamburg
In enger Zusammenarbeit mit dem Projekt
team des BSH wahrgenommen. In dieser
Zusammensetzung wird ebenfalls der
Konstruktions- und Bauprozess bis zur
Fertigstellung durch das internationale
Schiffbauunternehmen Fr. FassmerGmbH
& Co. KG begleitet. Die Indienststellung
der neuen ATAIR ist für Anfang 2020
geplant. Die Kosten werden bei rund
114 Millionen Euro liegen.