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Die Energiewende gilt als eines der
bedeutendsten Zukunftsvorhaben der
Bundesregierung. Bis 2050 sollen erneu
erbare Energien 80 Prozent des deut
schen Strombedarfs abdecken. Ein
wichtiger strategischer Baustein dieser
Energiekonzeption und damit auch der
Klimapolitik ist die Offshore-Windenergie.
Bis zum Jahr 2020 sollen nach den
Vorgaben des Erneuerbare-Energien-Ge-
setzes 6500 MW, bis zum Jahr 2030
15000 MW in deutschen Offshore-Wind-
parks installiert sein. Dieses Ziel Ist sehr
anspruchsvoll. Natur- und Umweltschutz
und Sorgen um Beeinträchtigungen des
Landschaftsbilds an der deutschen
Nord- und Ostseeküste haben dazu
geführt, dass die überwiegende Anzahl
der Offshore-Projekte In der deutschen
ausschließlichen Wirtschaftszone und
damit In mindesten 20 km Entfernung von
den deutschen Küsten geplant und
errichtet werden. Die Klimaschutzziele der
Bundesregierung förderten gleichzeitig
den Aufbau eines neuen Wirtschaftszwei
ges, indem mit der Energiewende eine
Modernisierung der Industrie insbeson
dere an der Küste angestoßen und durch
diese Innovationen zukunftsfähige Arbeits
plätze geschaffen werden. Das BSH ist
ein wichtiger Motor für die Energiewende.
Es schafft durch die maritime Raumord
nung und durch Vorgaben in den Zulas
sungsverfahren die Voraussetzungen für
einen sicheren und naturverträglichen
Ausbau der Offshore-Windenergie.
Die Entwicklung einer neuen Industrie
2010 nahm alpha ventus, das erste
Testfeld für einen Offshore-Windpark, mit
12 Windenergieanlagen die Produktion
von Offshore-Windenergie In Deutschland
auf. Derzeit sind 15 Offshore-Windparks
vollständig errichtet und Im (Probe-)
Betrieb. Weitere fünf Windparks befinden
sich im Bau. Damit sind In der AWZ mehr
als 1000 Anlagen mit mehr als 4600 MW
am Netz, mehr als 5200 MW sind Im Bau,
Installiert oder bereits In Betrieb. Bereits
2016 produzierte die Offshore-Windener
gie 12,4 TWh Strom - genug, um die Stadt