Maritimer Dienstleister - Im Dienst für Schifffahrt und Meer 15
Meereskunde
Die weitere Verbesserung der Sicherheit
der Seeschifffahrt durch Vorhersagen und
Warnungen und die Überwachung der
Meeresumwelt in der deutschen aus
schließlichen Wirtschaftszone (AWZ) von
Nord- und Ostsee gehören zu den wich
tigen meereskundlichen Aufgaben des
BSH.
Um den Zustand dieser beiden Meere zu
überwachen und um zu prüfen, ob
internationale Übereinkommen zum
Schutz der Meere in Nord- und Ostsee
greifen, misst das BSH regelmäßig
physikalische und chemische Zustands
parameter und Komponenten in der
Wassersäule und im Sediment. Neben der
schiffsgestützten Datenerhebung im
Rahmen von Monitoringfahrten nutzt es
dafür zum Beispiel das Messnetz des
BSH in Nord- und Ostsee (MARNET). Mit
diesem weltweit einzigartigen Netzwerk
aus 12 Geräteträgern, die für die rauen
Verhältnisse in der deutschen AWZ
konzipiert sind, erfasst es meteorologi
sche Parameter sowie über mehrere
Tiefenstufen ozeanographische Daten und
künstliche Radioaktivität.
Darüber hinaus nutzt das BSH Satelliten
daten aus der Fernerkundung der Meere
insbesondere durch das europäische
Copernicus-Programm und zieht Daten
aus dem internationalen Messprogramm
ARGO heran. Bei dem ARGO-Programm
handelt es sich um autonom operierende
Driftbojen, die Messungen in der oberen
Wasserschicht bis zu 2000 m durchführen
und die Daten dann per Satellit an Wetter
und Klimazentren übermitteln.
Chemische Untersuchungen des Meer
wassers und des Meeresbodens führt das
BSH im Hamburger Labor in Sülldorf
durch. Ein Messnetz zur Überwachung
von Schiffsemissionen befindet sich im
Aufbau. Das Radioaktivitätsmessnetz in
Nord- und Ostsee unterhält das BSH in
Rostock.
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