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3 Vorläufige Ergebnisse
Bereits Anfang August hatte stürmisches Wetter zur Durchmi
schung des Wassers in der Deutschen Bucht geführt und und
die vertikalen Sauerstoffgradienten ausgeglichen (Wienbeck,
BFA) .
Auch während der Messungen vom 24. bis 30. August waren
keine bis geringe vertikale Konzentrationsunterschiede
feststellbar (vgl. Abb. 1).
Im Gebiet nordwestlich sowie südlich Helgolands lag eine
salzärmere Deckschicht (AS 0,2 bis 0,6, vgl. Abb. 3); hier
wurden Sauerstoffkonzentrationen bis 120 % Sättigung und pH-
Werte bis 8,34 (vgl. Abb. 2) gemessen. In der darunter
liegenden Schicht betrug die Sauerstoffkonzentration 86 bis
96 % Sättigung.
Neben dem pH-Wert wurde an den meisten Stationen auch die
Alkalinität gemessen. Hieraus läßt sich der C0 2 -Gehalt des
Meerwassers berechnen.
Am Nordwestrand der Deutschen Bucht, bei 55° N und 6°20' E,
wurde das Gebiet mit dauerhafter sommerlicher Wasserschich
tung erreicht, das sich jedes Jahr von der Weißen Bank aus
in nördlicher und nordwestlicher Richtung erstreckt. Der
bodennahe Sauerstoffgehalt betrug hier 51 % Sättigung; die
in 25 bis 35 m Wassertiefe liegende Sprungschicht zeigte
noch einen Temperaturunterschied von 2,4 °C (vgl. Abb. 4).
Bei den östlich und südöstlich dieser Position gelegenen
Stationen war keine Schichtung mehr vorhanden.
Die Ammoniumkonzentrationen waren verglichen mit denen der
Vorjahre sehr niedrig (Abb. 5). Zur Bestimmung der anderen
Nährstoffkomponenten sowie der Schwermetallkonzentrationen