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Full text: Meerwasserüberwachung in der Deutschen Bucht

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arbeitung der Proben an Bord der Forschungsschiffe (Filtra 
tion, Ansäuern, Reinigung der Gerätschaften) geschieht in 
zwei für uns entwickelten Reinraum-Labor-Containern, von 
denen einer an Bord FS GAUSS bei dieser Reise gefahren 
wurde. Die Ultraspurenanalyse der stabilisierten Proben 
geschieht im Spezial-Laboratorium Sülldorf des DHI. Hierbei 
wird Quecksilber mit der Kaltdampf-Atomabsorptionsspektral- 
fotometrie bestimmt; die Graphitrohrofen-Atomabsorptions 
spektralfotometrie dient zur Bestimmung von Cadmium, Kupfer, 
Eisen, Mangan und Nickel; Blei und gelöstes Cadmium werden 
mit der Invers-Voltammetrie gemessen. Eine ganze Serie von 
Schwermetallen (Vanadium, Mangan, Eisen, Kobalt, Nickel, 
Kupfer, Zink, Molybdän, Cadmium, Blei und Uran) kann simultan 
mit der ganz neuen und sehr nachweisstarken Totalreflexion- 
Röntgenfluoreszenzanalyse nachgewiesen werden. 
Aus der Überwachung der Deutschen Bucht und der südwestli 
chen Ostsee sowie der Teilnahme an Forschungsreisen u.a. in 
die zentrale Ostsee und die gesamte Nordsee, in den Atlantik 
und das europäische Nordmeer liegt inzwischen eine sehr 
große Zahl von Meßwerten über Schwermetalle im Meerwasser im 
DHI vor. Nach Einschätzung externer Fachleute handelt es 
sich vermutlich um den bei weitem umfangreichsten derartigen 
Datensatz, zumindest in Europa. Diese Meßergebnisse wurden 
in Datenbanken gespeichert, in deutschen und internationalen 
amtlichen Berichten aufgeführt, sowie in zahlreichen wissen 
schaftlichen Veröffentlichungen zusammenfassend dargestellt. 
Allgemein läßt sich beispielsweise für die Deutsche Bucht 
sagen, daß zwar jedes umweltrelevante Schwermetall aufgrund 
seiner chemischen Eigenschaften und seines biogeochemischen 
Verhaltens spezifische Verteilungsmuster aufweist, daß aber 
viele Metalle typischerweise vom Land (den Flüssen) durch 
die Küstengewässer zum offenen Meer hin abnehmende Konzen 
trationen zeigen.
	        
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