Jahresbericht Nr, 21/1966
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zustandes - und damit alle Wrackkontrollen bis zur nächsten Vermessungs-
periode zurückgestellt werden. Aus diesem Anlaß wird das BEI einige ge
eignete Bedienstete aus den Reihen der Seevermessung zu Tauchern ausbilden
lassen, um im Notfall auf diese zurückgreifen zu können. Die Bundesmarine
hat sich entgegenkommenderweise bereit erklärt, die DHI-Angehörigen in
ihre Taucherlehrgänge - zuerst für Schwimm- und später für Helmtaucher -
aufzunehmen.
2. Nautische Seodäsie
Außer den Eechenarbeiten, die sich aus den Aufgaben der Seevermessung
ergaben, wurden in Verbindung mit dem Referat' Rechenanlage folgende Arbei
ten ausgeführt: Einrechnung von Hyperbeln der dänischen Decca-Kette in das
geographische Netz der Seekarte Nr. 30 und in das der geplanten Seekarte
Nr. 36; Berechnung der Kartennetze für die während der Atlantischen Kuppen
fahrten 1 967 benötigten Arbeitskarten und Einrechnung der in Frage kommenden
loran-A-Hyperbeln, soweit mit diesen geometrisch eine ausreichende Ortungs
genauigkeit zu erwarten war; Berechnungen für Hi-Fix-Vergleichsmessungen
in den Arbeitsgebieten der Seevermessung.
Gemeinsam mit den zuständigen Dienststellen der Wasser- und Schiffahrts
verwaltung arbeitete das Referat an den Vorbereitungen zur Inbetriebnahme
der Hi-Fix-Kette für das Eidergebiet» Es bestimmte die Koordinaten des Ne
bensenders südlich von Hörnum und von Rohren, die bei Helgoland Düne und
Wittdün/Amrum als Kontrollpunkte eingespült worden waren. Außerdem wirkte
es bei zwei jeweils 24-ständigen Synchron-Messungen zur Ermittlung der Aus
breitungsgeschwindigkeit der benutzten elektromagnetischen Wellen mit.
Als Unterlage für die Entzerrung der Luftbildaufnahmen von der Meldorfer
Bucht wurden Paßpunkte eingemessen und deren Koordinaten berechnet.
Die restlichen Arbeiten an den D^uckvorlagen für das Tabellenwerk "Ta
feln der numerischen Berechnung von geographischen Koordinaten aus den
Gauß-Krüger-Koordinaten" konnten abgeschlossen werden. Für die Benutzung
dieses Tafelwerks wurde ein neuer Rechenvordruck entworfen.
3. Einsatz der Forschungs-, Vermessungs- und Wracksuehschiffe
Das Forschungsschiff "Meteor" fuhr im Berichtsjahr ausschließlich im
Auftrag des DHI und unternahm insgesamt 5 Forschungsfahrten:
Fahrt Nr. 3 vom 19.2. bis 29.3.1966 in den Nordatlantischen Ozean
(Eingradfeld 42°/43° N, 14°/15° W),