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Teil C - Anhang zur Untersuchung der Schutzgüter 
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Leierfische - Callionymidae 
Nur die Gattung (Callionymus) kommt in der deutschen AWZ vor. Dazu gehört der 
Gestreifte Leierfisch (Callionymus lyra), der Gefleckte Leierfisch (C. maculatus) und 
der Ornamentleierfisch (C. reticulatus). Die Artunterscheidung ist bei den Weibchen 
schwieriger als bei den Männchen. C. maculatus und C. reticulatus sind relativ klein, 
daher sollte eine Lupe zur Bestimmung hinzugezogen werden, insbesondere da die 
Dornen des Vorkiemendeckels näher betrachtet werden müssen. Zu den Bestim 
mungshinweisen im Muus und Nielsen (1999) sollten Zeichnungen der Vorkiemen- 
deckelbedornung herangezogen werden, z. B. aus Louisy (2002) und Fricke (1986). 
Grundeln - Gobiidae 
In der deutschen AWZ gelten vier Arten als etabliert: die Strandgrundel (Pomatos- 
chistus microps), die Fleckgrundel (P. pictus), die Sandgrundel (P. minutus) und die 
Lozanos Grundel (P lozanoi). Die beiden letztgenannten Arten gehören zum P mi 
nutus Komplex. Unter Freilandbedingungen ist eine exakte Bestimmung der Arten 
oft schwierig. Im Labor ist unter dem Stereomikroskop (Binokular) eine sichere 
Artbestimmung von P microps und P pictus unter Verwendung von Miller (1986) 
jedoch möglich. Zur Unterscheidung der Arten P minutus und P lozanoi sollte 
Hamerlynck (1990) herangezogen werden. Zur Absicherung der Bestimmungser 
gebnisse sollte eine Stichprobe des bestimmten Materials an Experten zur Verifi 
zierung übersandt werden. Bei sehr großen Fängen von Grundeln kann die Artzu 
ordnung aller Individuen auf See zu aufwändig sein. Hier sollte die Artdetermination 
anhand repräsentativer Unterproben im Labor vorgenommen und anschließend 
auf den Gesamtfang hochgerechnet werden. Gegebenenfalls sind Referenzexem 
plare für die Belegsammlung zu nehmen. 
Bestimmung der Längenverteilung 
Die Längenverteilung ist für alle Fischtaxa aufzuzeichnen. Die Länge ist definiert als Totallänge, 
gemessen zwischen Schnauzen- und Schwanzspitze. Die Länge wird für Hering, Sprotte, Sar 
dine und Sardelle in 0,5 cm Längenklassen angegeben, jeweils abgerundet auf den nächst klei 
neren 0,5 cm („0,5 cm below“). Alle anderen Fischtaxa werden in vollen 1 cm Längenklassen 
gemessen, jeweils stets abgerundet auf den nächst kleineren vollen cm („1 cm below“). 
Es wird empfohlen, dass alle Elasmobranchier (Haie und Rochen) nach Geschlechtern getrennt 
gemessen und gewogen werden. 
Für jede Fangkategorie (Art/Gattung) wird die exakte, repräsentative Längenverteilung aufge 
nommen. Diese kann sich aus dem Gesamtfang der Fangkategorie zusammensetzen oder 
eine repräsentative Unterprobe dessen sein. Eine repräsentative Unterprobe sind mindestens 
75 Fische, wobei stets zu prüfen ist, ob die gefundene Verteilung einer Normalverteilung 
gleicht. In dem Fall, dass eine echte, repräsentative Unterprobe nicht gewählt werden kann, 
muss das zu bearbeitende Taxon in zwei oder mehr Größenkategorien eingeteilt werden. 
• Beispiel 1: Eine Fangkategorie besteht aus 999 Fischen der Länge 18-26 cm und 1 Fisch 
der Länge 40 cm. Eine Unterprobe von 100 Fischen würde entweder keinen oder 10 Fische 
der Länge 40 cm für diese Fangkategorie geben. Richtig ist es, diesen einen Fisch aus der 
Probe herauszunehmen und separat als Probe der Größenkategorie 1 zu messen. Von den 
übrigen 999 Fischen (hier Größenkategorie 2) wird eine Unterprobe genommen, gemessen 
und auf die Anzahl (oder Gewicht) der Größenkategorie 2 hochgerechnet.
	        
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