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Volltext : Standard

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Teil  C  -  Anhang  zur  Untersuchung  der  Schutzgüter

Haie  -  Selachii
In  der  deutschen  AWZ  kommen  nur  wenige  Haiarten  regelmäßig  vor.  Als  etabliert
gelten  der  Hundshai  (Galeorhinus  galeus),  der  Dornhai  (Squalus  acanthias),  der
Kleingefleckte  Katzenhai  (Scyliorhinus  canicula)  und  der  Weißgefleckte  Glatthai
(Mustelus  asterias).  Folgende  Haiarten  können  seltene  Irrgäste  sein,  u.  a.  der  Großgefleckte ­
  Katzenhai  (Scyliorhinus  stellaris)  und  der  Graue  Glatthai  (Mustelus
mustelus).  Ihre  Bestimmung  sollte  stets  durch  Belegexemplare  gesichert  werden.
Neuen,  genetischen  Untersuchungen  zufolge  kommt  der  Graue  Glatthai  nicht  in
der  Nordsee  und  umgebenen  Gewässern  des  Nordostatlantiks  vor  (Farrell  et  al.
2009).
Echte  Rochen  und  Stechrochen  -  Rajidae  und  Dasyatidae
Nach  neuer  Überarbeitung  der  Familie  der  Echten  Rochen  zerfällt  die  ehemalige
Gattung  Raja  in  mehrere  Gattungen,  z.  B.  Amblyraja,  Dipturus,  Leucoraja,  Raja.  In
der  deutschen  AWZ  gelten  die  Arten  Amblyraja  radiata  (Sternrochen),  Dipturus
batis  (Glattrochen),  Leucoraja  naevus  (Kuckuckrochen),  Raja  clavata  (Nagelrochen)
und  Raja  montagui  (Fleckrochen)  als  etabliert.  Aus  der  Familie  der  Stechrochen
kommt  Dasyatis  pastinaca  (Stechrochen)  vor.  Belegexemplare  sind  im  Zweifel  einzufrieren ­
  und  Experten  zur  Nachbestimmung  vorzulegen.
Hinweis:  Die  Art  Dipturus  batis  (Glattrochen)  wird  voraussichtlich  in  zwei  neue
Arten  zerfallen  (Griffiths  et  al.  2010,  Iglesias  et  al.  2010):  Dipturus  sp.  cf.  intermedia
und  Dipturus  sp.cf.  flossada.  Morphologische  Unterscheidungsmerkmale  sind
nach  Iglesias  et  al.  (2010)  zu  bestimmen.
Knochenfische  -  Osteichthyes
Maifische  -Alosa  spp.
In  der  deutschen  AWZ  der  Nordsee  kommen  zwei  Arten  der  Gattung  Alosa  vor:  die
Alse  (Alosa  alosa)  und  die  Finte  (Alosa  fallax).  Beide  Arten  sind  im  Anhang  4  der
FFH-Richtlinie  sowie  auf  der  Roten  Liste  mit  Status  1  (vom  Aussterben  bedroht,
Alosa  alosa)  bzw.  3  (gefährdet,  Alosa  fallax)  genannt  (Freyhoff  2009,  Thiel  et  al.
2013).  Die  Bestimmung  auf  Artniveau  muss  einzig  aufgrund  der  Anzahl  der
Kiemenreusen  geschehen.  Das  in  einigen  Bestimmungsschlüsseln  angegebene
Unterscheidungsmerkmal  „Anzahl  der  dunklen  Punkte  auf  den  Körperseiten“  ist
für  die  sichere  Zuordnung  zu  A.  fallax  oder  A.  alosa  ungeeignet.  Die  Gattung  Alosa
unterscheidet  sich  von  den  anderen  Heringsartigen  durch  das  Vorhandensein
einer  senkrechten  Kerbe  in  der  Mitte  des  Oberkiefers.
Hering,  Sprotte,  Sardine  -  Clupea  harengus,  Sprattus  sprattus,  Sardina  pilchardus
Juvenile  Individuen  können  mitunter  schwer  unterschieden  werden:  Die  Sardine
unter-scheidet  sich  von  den  Hering  und  Sprotte  durch  das  Vorhandensein  auffälliger ­
  Leisten  auf  den  Kiemendeckeln.  Sprotte  und  Hering  sind  über  die  Position  der
Bauchflossen  relativ  zur  Rückenflosse  sicher  zu  unterscheiden  (Wheeler  1976).
Sandaale  -  Ammodytidae
Aus  der  Familie  der  Ammodytidae  gelten  folgende  vier  Arten  in  der  deutschen
AWZ  als  etabliert:  Ammodytes  marinus  (Sandaal),  Ammodytes  tobianus  (Kleiner
Sandaal,  Tobias-fisch),  Hyperoplus  lanceolatus  (Gefleckter  Großer  Sandaal)  und
Hyperoplus  immaculatus  (Üngefleckter  Großer  Sandaal).  Zur  Unterscheidung  von
A.  marinus  und  A.  tobianus  sollte  eine  Lupe  zur  Hand  genommen  werden,  um  die
Beschuppung  des  Schwanzes  zu  prüfen.  Bei  sehr  großen  Fängen  von  Sandaalen
kann  die  Artzuordnung  aller  Individuen  sehr  aufwändig  sein.  Hier  sollte  die  Artdetermination ­
  anhand  repräsentativer  Unterproben  vorge-nommen  und  anschließend ­
  auf  den  Gesamtfang  hochgerechnet  werden.
            
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