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Full text: Standard

Teil C - Anhang zur Untersuchung der Schutzgüter 
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Verfahrensanweisung zur Aufarbeitung von Fischereihols 
Fangaufarbeitung und Beprobung 
Wann immer möglich, muss der gesamte Fang aufgearbeitet werden. Die Artbestimmung 
erfolgt zum niedrigsten möglichen taxonomischen Niveau. Aus der im Folgenden aufgeliste 
ten Bestimmungsliteratur sollen mindestens zwei Werke herangezogen werden: 
• Muus & Nielsen (1999), 
• Wheeler (1969), 
• Wheeler (1978), 
• Whitehead et al. (1986). 
Die Wheeler/Whitehead-Werke werden nicht mehr aufgelegt, sind aber antiquarisch erhältlich. 
Ausgaben von Muus/Dahlström sollen nicht verwendet werden, da sie taxonomisch veraltet bzw. 
unvollständig sind. 
Bei der Datenübermittlung müssen einheitliche wissenschaftliche und deutsche Artnamen 
verwendet werden. Die Artnamen sind auf Validität mit dem Catalog of Fishes (Eschmeyer 
2012) unter: 
http://research.calacademy.org/research/ichthyology/catalog/fishcatmain.asp 
Bei größeren Fängen, die nicht während einer vertretbaren Zeitspanne aufgearbeitet werden 
können, sollen Arten bzw. Größenkategorien von Arten, die in genügender Zahl vorhanden 
sind, für die Entnahme repräsentativer Unterproben identifiziert werden. Seltene Arten bzw. 
Größenkategorien sind aus dem Fang heraus zu sortieren. Konnte ein Fang nicht komplett 
aufgearbeitet werden, so ist dieser in den zu übermittelnden Daten entsprechend zu kenn 
zeichnen. Die Gewichte des Gesamtfanges, des Gesamtfangs einer Art bzw. Größenkategorie 
sowie der Unterproben je Art bzw. Größenkategorie sind immer mit anzugeben. 
Umgang mit problematischen Taxa 
Es gibt einige Gattungen und Familien, deren Mitglieder nur schwer bis auf Artniveau zu tren 
nen sind. Meist ist es ausreichend auf zusätzliche, allgemeine Bestimmungsliteratur zurück 
zugreifen (s. oben). Im Einzelfall sollte aber Spezialliteratur/Expertenwissen hinzugezogen 
werden. Die Tiefe des Bestimmungsniveaus muss einheitlich für alle durchzuführenden Unter 
suchungen gelten. 
Übersicht problematischer Taxa: 
Neunaugen - Petromyzontiformes 
Die im marinen Bereich vorkommenden Neunaugen-Arten sind das Flussneunauge 
(Lampetra fluviatilis) und das Meerneunauge (Petromyzon marinus). Beide Arten sind im 
Anhang 4 der FFH-Richtlinie und in der Roten Liste (Freyhoff 2009) mit Status 3 (gefähr 
det, Lampetra fluviatilis) bzw. V (Vorwarnliste, Petromyzon marinus) genannt. Die Arten 
sind leicht zu verwechseln. Wichtigstes Unterscheidungsmerkmal ist die Bezahnung der 
Mundscheibe (Muus & Nielsen 1999). 
Knorpelfische - Chondrichthyes 
Grundlage ist der Bestimmungsschlüssel für Knorpelfische des Nordatlantiks (Ebert & 
Stehmann 2012).
	        
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