accessibility__skip_menu__jump_to_main

Full text : Standard

Teil  В  -  Technische  Anleitung  zur  Untersuchung  der  Schutzgüter

37

Methode
(Fortsetzung)

Für  alle  Messpositionen  ist  über  den  gesamten  Messzeitraum  derselbe  Gerätestandard ­
  (derzeit:  C-POD,  chelonia.co.uk)  anzuwenden,  um  die  Vergleichbarkeit  der
Daten  zu  gewährleisten.
Kalibrierung:
•  Die  PODs  sind  vor,  alle  2  Jahre  während  und  nach  ihrer  Ausbringung  zu  kalibrieren,
um  die  Datengüte  zu  gewährleisten.  Die  Kalibherungsergebnisse  der  PODs  müssen
in  der  Datenauswertung  berücksichtigt  werden  (s.  Wahl  et  al.  2013).
POD-Station:
•  Um  Datenverluste  zu  minimieren,  sind  in  einer  POD-Station  3  Einzel-PODs  auszulegen ­
  (s.  Abb.  11,  S.  66).  Abhängig  von  der  Wassertiefe  sind  die  Messgeräte  einer
POD-Station  in  folgenden  Höhen  über  Grund  zu  verankern.  Grundsätzlich  sind  alle
Geräte  über  den  gesamten  Messzeitraum  in  derselben  Wassertiefe  auszubhngen:
Tiefenzone  0-20  m:  3  PODs  auf  mittlere  Wassertiefe
Tiefenzone  >  20  m:  2  PODs  auf  7-10  m  und  1  POD  auf  mittlere  Wassertiefe
Einzel-PODs:
•  Die  Geräte  werden  in  mittlerer  Wassertiefe  verankert.  Die  Ausbringung  der  stationären ­
  Einzel-PODs  während  der  Bauphase  erfolgt  in  geeigneten  Distanzklassen
zum  Baufeld  in  Abhängigkeit  des  bei  den  Baumaßnahmen  emittierten  Unterwasserschalls. ­
  Die  mobilen  Einzel-PODs  werden  in  750  m  und  1  500  m  zum  jeweiligen  Erhchtungsort
  ausgebracht  (Details  werden  im  jeweiligen  Untersuchungsrahmen  festgelegt). ­

•  Der  kontinuierliche  Messeinsatz  der  PODs  ist  zu  gewährleisten.  Die  Intervalle  zum
Auslesen  der  Daten  sollen  2  Monate  nicht  überschreiten.
Einstellungen  (Settings):
•  Bei  den  PODs  sind  grundsätzlich  die  Default  Settings  beizubehalten  (Ausnahme
mobile  PODs  in  750  m  und  1  500  m).
Datenauswertung:
•  Die  Auswertung  und  statistische  Analyse  der  erhobenen  POD-Daten  erfolgt  gemäß
Verfahrensanweisung  s.  S.  66.
•  Alle  erhobenen  Daten  müssen  grundsätzlich  mit  derselben  Software-Version  von
cpod.exe  prozessiert  werden.  Wird  die  Software-Version  gewechselt,  so  muss
sichergestellt  sein,  dass  alle  Daten  mit  demselben  Classifier  (z.  B.  mit  dem  KERNO-Classifier)
  prozessiert  wurden.  Die  jeweilige  Software-Version  ist  anzugeben  und
ggf.  in  die  Statistik  mit  einzubeziehen.
•  Zur  Auswertung  dürfen  nur  Schweinswallaute  der  zwei  höchsten  Qualitätsklassen
(„high“  und  „moderate“)  verwendet  werden.
•  Die  Habitatnutzung  (Aufenthaltshäufigkeit  und  -dauer)  wird  anhand  schweinswalpositiver ­
  Tage,  Stunden,  10  Minuten  und  Minuten  (=  Tage/Stunden/10  Minuten/Minuten ­
  mit  registrierten  Schweinswallauten)  ausgewertet.
•  Während  der  schallintensiven  Bauaktivitäten  ist  der  Parameter  Wartezeit  (Waiting
time)  zu  ermitteln.
•  In  der  Ostsee  können  östlich  der  Darßer  Schwelle  die  Auswertungen  mit  dem  Hell-Classifier
  durchgeführt  werden.  Eine  stichprobenartige,  visuelle  Durchsicht  der
Daten  in  Hinblick  auf  die  Zuverlässigkeit  der  Klassifikationen  ist  durchzuführen  und
zu  dokumentieren  (s.  Gallus  et  al.  2012).

Darstellung
der  Ergebnisse ­


•  Einzeldarstellung  der  Habitatnutzung  (z.  B.  Tagesrhythmik  (ppm/Stunde))  und  der
saisonalen  Nutzung  (ppl  Om/Tag)  für  jede  POD-Station  und  jede  POD-Einzelposition
sowie  im  räumlichen  und  zeitlichen  Vergleich  der  Positionen  untereinander.  Während ­
  der  Basisaufnahme  ist  auf  die  Darstellung  der  Tagesrhythmik  zu  verzichten.
•  Darstellung  der  Waiting  time  während  der  schallintensiven  Bauarbeiten.
•  Die  Ergebnisse  der  Flug-  und  Schiffstransekt-Untersuchung  (s.  Tab.  4.1)  sind  einzubeziehen. ­

•  Die  Ergebnisse  aus  der  Schalluntersuchung  (s.  Tab.  4.3)  sind  einzubeziehen.

Literatur

Brandt  et  al.  (2013),  Brandt  et  al.  (2011),  Carstensen  et  al.  (2006),  Dähne  et  al.  (2013),
Diedehchs  et  al.  (2010),  Scheidat  et  al.  (2011),  Teilmann  &  Carstensen  (2012),
Tougaard  et  al.  (2009),  Verfuß  et  al.  (2007),  Wahl  et  al.  (2013).
            
Waiting...

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.