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Teil B - Technische Anleitung zur Untersuchung der Schutzgüter
Tabelle 4.2: Untersuchungen zur Habitatnutzung.
Basisaufnahme
Bauphase
Betriebsphase
Ziele
Ermittlung der räumlichen
und zeitlichen Habitatnut
zung der Schweinswale
und Einordnung des Vorha
bensgebiets in den gesamt
räumlichen und -zeitlichen
Zusammenhang.
Ermittlung des Einflusses
schallintensiver
Bauarbeiten auf die räumli
che und zeitliche Habitat
nutzung der Schweinswale
(soweit möglich quantifi
zierbar) und Einordnung
des Vorhabensgebiets in
den gesamträumlichen und
-zeitlichen Zusammen
hang.
Ermittlung der räumlichen
und zeitlichen Habitatnut
zung der Schweinswale
(soweit möglich quantifi
zierbar) im Nahbereich der
WEA und Einordnung des
Vorhabensgebiets in den
gesamträumlichen und
-zeitlichen Zusammenhang.
Umfang
Eine POD-Station pro Vorhaben. Mind. 2 POD-Stationen, wenn das Vorhaben in der
Nähe (< 20 km) eines für Schweinswale bedeutsamen Schutzgebiets liegt. Der Aus-
bhngungsort wird in Abstimmung mit dem BSH festgelegt.
Um mögliche Vertreibungs
effekte während der schall
intensiven Bauarbeiten zu
ermitteln, sind in geeigneten
Distanzen zu den WEA
4-5 stationäre Einzel-PODs
in Abhängigkeit des tatsäch
lich emittierten Unter
wasserschalls auszubhn
gen.
Während der schall
intensiven Rammarbeiten
sollen zur Stichprobenhaften
Effizienzkontrolle der Vergrä-
mung 2 mobile Einzel-PODs
in 750 m und 1500 m Ent
fernung zum Rammort aus
gebracht werden (Details
werden im jeweiligen Unter
suchungsrahmen festge-
legt).
In Abhängigkeit von der
Größe des Windparks sind
mind. 3 stationäre Einzel-
PODs im Windpark aus
zubhngen.
Zeitrahmen
Mindestens zwei aufeinan
derfolgende, vollständige
Jahresgänge vor Baube
ginn.
Während der gesamten
Bauphase.
Mindestens drei, sofern
erforderlich bis zu fünf
Jahre ab Inbetriebnahme.
Methode
Für alle Messpositionen ist über den gesamten Messzeitraum derselbe Gerätestan
dard (derzeit: C-POD, chelonia.co.uk) anzuwenden, um die Vergleichbarkeit der Daten
zu gewährleisten.
Kalibrierung:
• Die PODs sind vor, alle 2 Jahre während und nach ihrer Ausbringung zu kalibrieren,
um die Datengüte zu gewährleisten. Die Kalibherungsergebnisse der PODs müssen
in der Datenauswertung berücksichtigt werden (s. Wahl et al. 2013).
POD-Station:
• Um Datenverluste zu minimieren, sind in einer POD-Station 3 Einzel-PODs auszu
legen (s. Abb. 11, S. 66). Abhängig von der Wassertiefe sind die Messgeräte einer
POD-Station in folgenden Höhen über Grund zu verankern. Grundsätzlich sind alle
Geräte über den gesamten Messzeitraum in derselben Wassertiefe auszubhngen:
Tiefenzone 0-20 m: 3 PODs auf mittlere Wassertiefe
Tiefenzone > 20 m: 2 PODs auf 7-10 m und 1 POD auf mittlere Wassertiefe