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Full text: Standard

Teil B - Technische Anleitung zur Untersuchung der Schutzgüter 
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Basisaufnahme 
Bauphase Betriebsphase 
Methode 
(Fortsetzung) 
• Die Flughöhen können anhand der Decks-/Masthöhe des Schiffes bzw. während 
der Bau- und Bethebsphase anhand der WEA-Maße geschätzt werden. Die Eintei 
lung der Höhenklassen erfolgt in: 0-5 m, 5-10 m, 10-20 m, 20-50 m, 50-100 m, 
100-200 m und > 200 m. Während der Bau- und Bethebsphase erfolgt zusätzlich 
eine Einteilung in die Höhenklassen: „Unterhalb Rotorbereich“, „Untere Rotorblatt 
hälfte“, „Obere Rotorblatthälfte“ und „Über Rotorblattspitze“. 
• Die Vergabe von Flughchtungsangaben hat auf 45° genau zu erfolgen (N, NE, E, SE, 
S, SW, W, NW). 
• Die Reaktionen fliegender Vögel gegenüber den WEA sind entsprechend den Ver 
haltens- und Assoziationscodes s. S. 54 f. aufzunehmen. 
• Einmal pro Stunde ist die Anzahl aller schiffsassoziierten Vögel gesondert zu notie 
ren. 
• Wenn eine stabile Plattform zur Verfügung steht, ist zusätzlich eine Registrierung 
mit einem Spektiv in einem definierten Sichtfenster durchzuführen („Seawatching“, 
s. Dierschke et al. 2005). Das Sichtfenster ist durch die Vergrößerung und den 
Sichtwinkel des Spektivs vorgegeben (alle Vögel bis zu einer der Sichtweite ent 
sprechenden Entfernung). Zu verwenden ist ein Weitwinkelspektiv mit 30-facher 
Vergrößerung und mind. 80 mm Öffnung. Der Beobachtungsstandort darf nicht 
weiter als 80 m über dem Meeresspiegel liegen. Beim Seawatching ist der Horizont 
des Erfassungsbereichs zwei- bis dreimal je Viertelstundenintervall mit geringer 
Geschwindigkeit abzuschwenken. 
• Zur Identifizierung möglicher Meidereaktionen/ 
Anlockereignissen werden 4 Beobachtungs 
bereiche (Sektoren) ä 90° definiert (möglich sind 
auch je nach Standortbedingungen zwei Sekto 
ren a 180°). Im Falle von 4 möglichen Sektoren 
ist mindestens eine Blickrichtung dem Baufeld/ 
Windpark zugewandt, im Idealfall sind es zwei. 
Sofern nur 2 Blickrichtungen beprobt werden 
können, muss eine davon zwingend in Richtung 
Windpark ausgehchtet sein. Die Blickrichtungen 
werden innerhalb einer Stunde für je 15 Min. 
alternierend beprobt (im Falle zweier Sektoren je 
zweimal 15 Min., Blickrichtungen alternierend) 
(s. Aumüller et al. 2013). 
Erfassung von Flugrufen: 
Vom Schiff sind nachts Flugrufe je Art zu registrieren. Bei der Erfassung von einer 
Plattform aus ist in Abstimmung mit dem BSH bevorzugt eine automatisierte Zugruf 
erfassung durchzuführen (s. S. 64). 
Darstellung 
der Ergeb 
nisse 
Darstellung der Ergebnisse der Planzugbeobachtung: 
• Relative Flug-/Rufintensität je Beobachtungstag und -nacht in Tabellenform 
(z. B. Vögel/h oder Rufe/h). 
• Mittlere relative Flug-/Rufintensität im Tagesverlauf (nach Monaten zusammen 
gefasst). 
• Relative Flughöhenverteilung (in den o. g. Stufen) und relative Flughchtungsvertei- 
lung für jeden Beobachtungstag in Tabellenform oder als Graphiken für Monate 
gemittelt (tageszeitliche Verteilung). 
• Entsprechende Aufbereitung von „Seawatching“-Beobachtungen getrennt für die 
häufigsten Arten/Artengruppen (s. S. 27). 
• Liste der beobachteten Vogelarten nach Tag, Nacht und Monaten getrennt. 
• Gegenüberstellung artbezogener Zugraten in 
allen beprobten Sektoren in Abhängigkeit „Blick 
windparkzugewandt“ bzw. „Blick windparkab- 
gewandt“. 
• Tabellarische Darstellung aller Reaktionen bzw. 
Nichtreaktionen, vor allem der Änderungen von 
Flughchtungen bzw. -höhen.
	        
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