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Teil B - Technische Anleitung zur Untersuchung der Schutzgüter
Basisaufnahme Bau- Betriebsphase
phase
Methode
(Fortsetzung)
Beprobungsstrategie Epifauna:
• Für die Jahreszeiten gilt: Herbst: 15.08.-15.11.
• Es werden pro Quertransekt 2 Hols durchgeführt (jeweils über die mittlere und eine
der äußeren Stationen).
• Gerätestandard: 2 m Baumkurre (Maschenweite 1 cm). Die Schleppdauer soll ca.
5 Min. am Grund und die Schleppgeschwindigkeit 1-3 kn betragen.
• Die Biomasse ist als Feuchtgewicht pro Art zu bestimmen (nach ISO/DIS 16665,
Anhang C).
• Die Aufarbeitung der Proben muss dokumentiert und standardisiert sein
(nach ISO/DIS 16665). Die Beschaffenheit des Fanggeräts ist zu dokumentieren.
• Ist kein Einsatz von Baumkurre möglich, ist ein repräsentativer Einsatz von Unter
wasservideo bei heterogener Biotopstruktur (nach DIN EN 16260, Untersu
chungstyp „Voruntersuchung“) anzuwenden.
Zu ermitteln bzw. festzuhalten sind außerdem folgende Informationen:
• Bei Beprobung mit der Baumkurre: Aussetz- und Hievposition, Schleppzeit, be-
probte Fläche.
• Hydrographische (T, Sal, 0 2 ) und meteorologische Daten.
• An jeder Station wird eine Sedimentprobe zur Bestimmung der Korngrößenvertei
lung (nach DIN EN ISO 14688-1-2003) und des Glühverlustes entnommen (nach
DIN EN-12879:2001-02).
Darstellung
der Ergeb
nisse
Dokumentation des Zustands und der Veränderung durch die Darstellung von:
• Gesamtindividuenzahl pro Fläche/Individuenzahl pro Art und Fläche (Artentabelle).
• Gesamtbiomasse pro Fläche/Biomasse pro Art und Fläche
• Dominanzverhältnisse (bezogen auf Individuenzahl und Biomasse).
• Vorkommen und Verteilung von Rote Liste-Arten.
• Diversität/Evenness zur Gemeinschaftsanalyse, Clusteranalyse bzw. multidimensio
nale Skalierung, univahate Analysen, Signifikanztests.
• Vergleich der eigenen Daten mit den Ergebnissen der SSS-Untersuchung des Über
tragungsnetzbetreibers.
• Zuordnung der Quertransekte zu Clustern ähnlicher Sedimenteigenschaften bzw.
ähnlicher Makrozoobenthos-Assoziationen (Pesch et al. 2008, Rachor & Nehmer
2003, Salzwedel et al. 1985) anhand von Gemeinschaftsanalysen (Clusteranalyse,
MDS-Plot).
• Dokumentation der Sedimenteigenschaften und der hydrographischen Bedingun
gen im Vorhabensgebiet.
• Flächenhafte Abgrenzung der nach § 30 BNatSchG geschützten Biotoptypen inner
halb des von der Kabeltrasse beeinflussten Bereichs (Erstellung einer Biotoptypen
karte).