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Full text: Standard Konstruktion

Anhang 
103 
Machbarkeit der dynamischen Pfahlprobebelastungen durch den Entwurfsverfasser unter 
Berücksichtigung aller relevanten Einflüsse beim Installationsvorgang für die Gründung (z. B. 
Berücksichtigung eines Kofferdamms bei Anbringung von Sensoren und Kabelverlegung) sind 
beizufügen. 
Die Durchführung dynamischer Pfahlprobebelastungen erfolgt in der ersten Bauphase. Mit 
der Durchführung dürfen nur Institutionen mit nachweislicher Erfahrung auf dem Gebiet der 
Testdurchführung und Auswertung dynamischer Pfahlprobebelastungen betraut werden. 
Wenn die zeitliche Entwicklung der Tragfähigkeit nach der Pfahlherstellung im Tragfähigkeits 
nachweis berücksichtigt werden soll, sind dementsprechende Nachrammungen als dynami 
sche Pfahlprobebelastungen in ausreichender Anzahl vorzusehen und durchzuführen. 
Zur Ableitung von charakteristischen Pfahlwiderständen R k aus den Messwerten der dynami 
schen Pfahlprobebelastungen R m sind gemäß DIN EN 1997-1 (EC 7) die in DIN 1054 festge 
legten Streuungsfaktoren anzuwenden. Die Streuungsfaktoren | 5i6 und dürfen bei überwie 
gend nichtbindigen Böden im Bereich der tragfähigen Schichten für den Fall „Kalibrierung der 
dynamischen Pfahlprobebelastungen an statischen Pfahlprobebelastungen an vergleichbaren 
Baumaßnahmen“ auch dann verwendet werden, wenn auf dem Baufeld der Bauwerke keine 
statischen Pfahlprobebelastungen durchgeführt werden. Dies begründet sich darin, dass bei 
nichtbindigen Baugrundverhältnissen im gesamten norddeutschen Raum umfangreiche Ver 
gleichserfahrungen mit dynamischen und statischen Pfahlprobebelastungen und damit für 
diese Böden weitgehend abgesicherte Kalibrierungsfaktoren vorliegen. Außerdem werden für 
Pfahlgründungen von Offshore-Bauwerken in der Regel Stahlrohrrammpfähle verwendet, bei 
denen Streuungen durch die Pfahlherstellung nur eine vergleichsweise geringe Bedeutung 
haben und bei denen über die Pfahleinbringung Rammberichte erstellt werden, anhand derer 
jeder einzelne Pfahl quantitativ beurteilt werden kann. 
Die dynamischen Pfahlprobebelastungen sind vom Sachverständigen für Geotechnik zu be 
gleiten und zu bewerten. Die vollständig dokumentierten Ergebnisse der Durchführung und 
der Ergebnisauswertung und -interpretation der dynamischen Pfahlprobebelastungen sowie 
die Übertragung dieser Ergebnisse auf die nicht geprüften Pfähle durch den Fachplaner für 
Geotechnik sind dem BSFI unmittelbar nach Abschluss der Ausführungen und Interpretation 
der dynamischen Pfahlprobebelastungen vorzulegen. 
Für den Tragfähigkeitsnachweis von Monopiles werden aus Sicht des sachverständig berate 
nen BSFI dynamische Pfahlprobebelastungen zum Nachweis der axialen Tragfähigkeit zurzeit 
für nicht erforderlich angesehen. Generell können rammbegleitende Messungen zur Ermitt 
lung und Überprüfung der Rammbarkeit, der Vorbelastung und des Nachweises der Vorbelas 
tung des Pfahles durch die Rammung vorteilhaft sein. Das BSFI behält sich die Anordnung 
dynamischer Pfahltests bei Monopiles aus sachlichem Grund und/oder aufgrund neuerer 
Erkenntnisse vor.
	        
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