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Full text: Standard Konstruktion

Anhang 
99 
gen in der Nachweisführung erforderlich, wird das hierfür maßgebende Belastungsspektrum 
anhand des Bemessungssturms ermittelt. Für Tiefgründungen können dabei Lastansätze mit 
einer 50-jährigen Wiederkehrperiode angesetzt werden. 
Anmerkung: 
In den Nachweisen zur zyklischen Belastungen überwiegend axial belasteter Tiefgründungen 
von Plattformen sind Ansätze mit 50-jähriger Wiederkehrperiode hinreichend: 
• sowohl für eine vereinfachte Grenzwertbetrachtung der Lastspannen bzw. der Lastamplitu 
den nach den Kriterien der EA-Pfähle wegen des Grenzwertkriteriums F’^ < 10% von R k 
• als auch in einer expliziten Nachweisführung, weil die Belastung mit 100-jähriger Wieder 
kehrperiode anderenfalls zweifach berücksichtigt würde, nämlich zuerst in Form einer 
Degradation der Tiefgründung und dann als maßgebende Einwirkung in der Nachweis 
führung. 
Bei der Nachweisführung für Schwergewichtsgründungen ist dies insofern anders, als das 
Extremereignis in der Nachweisführung grundsätzlich nur einmal berücksichtigt wird. Hierbei 
wird zunächst die Scherfestigkeitsreduzierung infolge der Porenwasserdruckakkumulation 
während des Bemessungssturms ermittelt und dann werden für das Belastungsspektrum die 
Nachweise geführt. 
Die Ermittlung der Wellenverteilung während des Bemessungssturms (Wellenhöhe und Peri 
ode mit zugehöriger Zyklenanzahl) erfolgt mit Hilfe statistischer Extremwertverteilungen (z. B. 
der Rayleigh-Verteilung). Ein für die Gründungselemente zweckmäßig diskretisiertes Belas 
tungsspektrum kann durch Ermittlung des zeitlichen Verlaufs der Gründungslasten für unter 
schiedliche Wellenhöhen zwischen der signifikanten Wellenhöhe der Phasen zu Beginn und 
Ende des Sturmes und der maximalen Wellenhöhe in der Starkwindphase ermittelt werden. 
Für Offshore-Stationen ist eine fünfstündige Starkwindphase anzusetzen, wobei das ULS-Er- 
eignis in das Belastungsspektrum des Bemessungssturms zu integrieren ist. 
Zur Ermittlung der Wellenverteilung und zur vereinfachten Ermittlung des Belastungsspekt 
rums kann für Standorte in der Nordsee gemäß der Darstellung bei Andersen [1 ] die Verteilung 
nach Hansteen herangezogen werden. Die Übertragung der gemäß [1] auf eine fünfstündige 
Starkwindphase bezogenen Hansteen-Merteilung (Tabelle 1) auf ein in fünf Phasen geteiltes 
Sturmereignis mit 35 Stunden Dauer ergibt bei an- und absteigender Anordnung der für die 
Sturmphasen jeweils ermittelten normierten Wellenhöhen die in Abbildung 3-I.3 dargestellte 
Verteilung der normierten Wellenhöhe und der auf die Extremlast normierten Belastung der 
Gründungselemente. Die normierte Wellenhöhe ergibt sich als Quotient der Wellenhöhe und 
der signifikanten Wellenhöhe der Starkwindphase. 
Weitere Angaben finden sich bei Andersen [1].
	        
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