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Full text: Standard Baugrunderkundung

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Teil A - Einführung 
3 Regelungsgegenstand 
Dieser Standard beschreibt die Mindestanforderungen des BSH als Zulassungsbehörde an 
die Baugrunderkundung und -Untersuchung, also der Feld- und Laboruntersuchungen ein 
schließlich ihrer geotechnischen Beurteilung, als Teil der Entwurfsgrundlagen (Design Basis) 
für die baulichen Komponenten eines Offshore-Windparks sowie die bau- und betriebsbeglei 
tende Überwachung. Insofern bezieht sich der vorliegende Standard auf den Standard Kons 
truktion, der sich im Rahmen des Eurocode (EC) nach dem Regelwerk des DIN richtet. Bezo 
gen auf den Baugrund ist der EC 7 (DIN EN 1997-1 und DIN EN 1997-2) mit seinen nationalen 
Anhängen und ergänzenden Regelungen (insbesondere DIN 1054 und DIN 4020 mit ihren nor 
mativen Verweisen) maßgebend. Technische Regelwerke, Normen, Richtlinien u. a., auf die 
dieser Standard verweist, sind in ihrer jeweils aktuellen Fassung gültig. 
Die Baugrunderkundung und -Untersuchung ist auf das geplante Gründungskonzept abzu 
stimmen, wobei die Schwierigkeiten der Gründungskonstruktion einerseits und der Bau 
grund- und sonstigen Randbedingungen andererseits angemessen zu berücksichtigen sind. 
Sie ist stets in einem solchen Umfang durchzuführen, dass alle planungsrelevanten Eigen 
schaften des jeweils anstehenden Baugrunds rechtzeitig vor der Errichtung der Bauwerke 
bestimmt werden. 
Es werden die folgenden Methoden der Baugrunderkundung und -Untersuchung unterschie 
den: 
• geophysikalische und 
• geotechnische Untersuchungsmethoden. 
Geophysikalische Methoden sind indirekte Methoden (Sonare, Seismik, Echolote, etc.). Geo 
technische Methoden umfassen Feld- und Laboruntersuchungen. Zu den Felduntersuchun 
gen gehören direkte Aufschlüsse, vornehmlich zur Gewinnung von Bodenproben (Bohrungen) 
und indirekte Aufschlüsse (Sondierungen) sowie Feldversuche wie Flügelsondierungen, 
Seitendrucksondierungen im Bohrloch. 
Es kann zielführend sein, planungsbegleitend weitere Untersuchungen, wie z. B. Probe 
rammungen oder Pfahlprobebelastungen durchzuführen. Die Durchführung von baubegleiten 
den Pfahlprobebelastungen als Bestandteil des Nachweises der Pfahltragfähigkeit (Ausfüh 
rungsphase) ist im Standard Konstruktion geregelt. 
Bodenkennwerte werden im Rahmen von Laborversuchen, in Ausnahmen aus Feldversuchen, 
ermittelt oder aus Felduntersuchungen abgeleitet. Art und Umfang der Erkundungen und Un 
tersuchungen für die einzelnen Projektphasen sind in Tabelle 2 zusammengestellt. 
Das in diesem Standard dargestellte Konzept definiert den Mindestumfang der Baugrund 
erkundung und -Untersuchung für den Regelfall. Dieser ist in Teil B und Teil C spezifiziert. 
4 Der Sachverständige für Geotechnik 
Die Regelungen für den Sachverständigen für Geotechnik in DIN EN 1997 mit den ergänzen 
den Regelungen in DIN 1054 und DIN 4020 werden für Offshore-Bauwerke in der folgenden 
Form präzisiert:
	        
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