Ann. d.Hydr. usw., XXXXIL.Jahrg. (1914), Heft VIL
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Berichtüber die siebenunddreißigste, auf der Deutschen Seewarte
abgehaltene Wettbewerb - Prüfung von Marine - Chronometern
(Winter 1913—1914).
(Amtlich)
Die 37. Chronometer-Wettbewerb-Prüfung hat, wie in den Vorjahren, in der
Abteilung IV der Deutschen Seewarte unter der Leitung des Vorstandes derselben,
Professor Dr. Stechert, stattgefunden. Das Ergebnis der Prüfung ist in dem
nachstehenden Bericht enthalten,
Die Beteiligung an der Prüfung war die gleiche wie im Vorjahre; im
yanzen waren 70 Chronometer von sieben deutschen Firmen eingeliefert worden,
Fünf dieser Instrumente schieden in der Prüfung wieder aus. Die übrigen Chrono-
meter verteilen sich auf folgende Einlieferer:
Chronometer-Werke-Hamburg .
L. Kurtz-Münster i. W. . ...
A. Lange & Söhne-Gilashütte i. Sa.
F. Lidecke-Geestemünde . .
Th. Schmidt-Nordenham .
Union-Glashütte i. Sa, .
©. Wiegand-Peine . .
Bei sämtlichen Chronometern waren die in der »Aufforderung zur Be-
teiligung an der 37. Wettbewerb-Prüfung« bekannt gegebenen Bedingungen er-
füllt. Der Bau der eingelieferten Instrumente war bezüglich der verwandten
Unruhe, Spirale und Hemmung bei der vorliegenden Prüfung völlig gleichartig;
es fand allgemein die Nickelstahlunruhe, Stahl-Spirale und Feder-Hemmung An-
wendung. Zum dritten Male seit Bestehen der Wettbewerb-Prüfungen waren alle
Chronometer rein deutschen Ursprungs und wurden deshalb sämtlich mit der
Anwartschaft auf Preiserteilung eingestellt.
Außerdem wurden mitgeprüft drei von der Firma F. Lidecke-Geeste-
münde eingelieferte ausländische Chronometer und sechs der Deutschen Seewarte
gehörende Instrumente. Die Gesamtzahl der geprüften Instrumente betrug
demnach 79.
Für die vor Beginn der Wettbewerb-Prüfung übliche Besichtigung waren
folgende Sachverständige von der Deutschen Seewarte berufen worden:
Chronometermacher E, Sackmann- Altona,
G. Schlesicky-Frankfurt a. M.,
C. Wiegand-Peine
und der Direktor der Uhrmacherschule in Glashütte i. Sa. Professor L. Straßer.
An die Stelle des durch Erkrankung am Erscheinen verhinderten Chronometer-
machers E, Sackmann trat auf Wunsch der Deutschen Seewarte der Leiter der
Chronometer-Werke in Hamburg William Meier. Außerdem nahm der Chrono-
metermacher E., Bröcking-Hamburg als technischer Beirat der Deutschen See-
warte sowie als Ersatzmitglied an der Sitzung teil. Im Auftrage des Reichs-
Marine - Amtes waren die Vorstände der beiden Observatorien in Kiel und
Wilhelmshaven Korvettenkapitän a. D. Rottok und Korvettenkapitän a. D. Capelle
erschienen. Endlich waren der Direktor der Deutschen Seewarte (als Vorsitzender)
and die Beamten der Abteilung IV anwesend. — An die eigentliche Besichti-
gung schloß sich eine längere Besprechung über Fragen aus dem Gebiete der
Chronometrie,
Den Sachverständigen lag eine doppelte Aufgabe ob; erstens war festzu-
stellen, ob bei sämtlichen Instrumenten die vorgeschriebenen Bedingungen über
die technische Ausführung erfüllt waren; sodann war zu entscheiden, ob die
Chronometer den Anforderungen genügen, die in der Aufforderung zu der Be-
(Fortsetzung des Textes auf S. 370.)
Ann. d,. Hydr. usw. 1914. Heft VII.