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Full text: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 7 (1879)

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(Pesangon) und von da bis Diamant-Point, für die Ostküste von Diamant-Point 
bis Oedjong Tamian (Langsa) und für die Westküste von Acheen Head bis Singkel. 
Vermöge der von dem Niederländischen meteorologischen Institut getroffenen 
Wahl der drei festen Beobachtungszeiten für jeden Tag aus den Journalen der 
verschiedenen Schiffe lässt sich eine den thatsächlichen Verhältnissen mehr ent- 
sprechende Vorstellung von der Vertheilung der Richtungen und Stärke des 
Windes für die einzelnen Monate des Jahres an den betreffenden Küsten ge- 
winnen, als es bei der von Dr. Bergsma angewendeten Methode der einfachen 
Zählung der einzelnen Beobachtungen für jede Windrichtung der Fall sein kann. 
Die von Baron van Heerdt aus seinen Tabellen gewonnenen Ergebnisse 
sind folgende: . 
1. Bei Pulo Brass und an der Nordküste von Acheen bis Batoe Pedir 
herrscht der NE-Monsun, und zwar aus NE bis SE, während der Monate 
December, Januar und Februar, der SW-Monsun von Mai bis September; der 
Wechsel der Monsune findet in den Monaten März, April, Oktober und November 
statt, wobei der Wind zwischen SW bis Ost varlırt, und zwar ist in den 
Monaten März und April die Windrichtung mehr östlich und im Oktober und 
November mehr südwestlich. 
; 2. Diese periodische Veränderung der Winde zeigt deutlich, dass an 
diesem Theile der Küste ein NE- und ein SW-Monsun auftritt, mit zwei Perioden 
des Monsunwechsels, 
3. An dem Theile der Küste zwischen Batoe Pedir und Diamant-Point 
und an der ganzen Ostküste bis Oedjong Tamian findet man Landwind des 
Morgens und Abends und Seewind des Nachmittags; indessen ist in den Monaten 
December, Januar und Februar der Landwind mehr östlich, und in. den Monaten 
Mai bis September mehr südwestlich; dies zeigt an, dass diese Winde, obgleich 
sie ziemlich regelmässig wehen, von dem Monsun beeinflusst sind, 
4. In den Monaten des Wechsels der Monsune, in welchen die Winde 
aus den Richtungen zwischen SW und Ost wehen, zeigen die Abendbeobachtungen 
ein beträchtliches Uebergewicht der westlichen Winde, während die Morgen- 
beobachtungen noch eine grosse Anzahl von SE-Winden aufweisen. Der See- 
wind weht zu dieser Zeit häufig aus NW, während er in den anderen Monaten 
im Allgemeinen aus NE weht. 
5. Von der Westküste besitzen wir nur wenige Beobachtungen; diese 
zeigen indessen, dass daselbst in den Monaten December bis Februar fast aus- 
schliesslich Winde aus Nord bis Ost wehen, während in den anderen Monaten 
des Jahres im Allgemeinen die SW-Winde vorherrschen; diese drehen indessen 
häufig während des Nachmittags und Abends, besonders zur Zeit des Wechsels 
der Monsune, nach Süd und SW. 
6. Die Stillen waren zwischen Batoe Padir und Diamant- Point am häufigsten 
des Morgens und Nachmittags, und zwischen Acheen und Batoe Padir am häufigsten 
des Abends, während sie bei Pulo Brass und an der ganzen Ostküste sehr 
selten sind. ; 
Der Schiffsfähnrich van Hasselt, Assistent des Niederländischen meteoro- 
logischen Institutes, hat die den einzelnen Windrichtungen entsprechenden Wind- 
stärken berechnet und tabellarisch zusammengestellt, und dabei vorzugsweise die 
Stärke der Land- und Seewinde ins Auge gefasst. Es ergiebt sich hieraus zu- 
nächst, dass die Winde an der Westküste und dem westlichen Theile der Nord- 
küste eine grössere Stärke besitzen, als an den anderen Küsten von Acheen, 
und dass die stärksten Winde zwischen Acheen Head und Batoe Padir anzutreffen 
sind. Ferner wurden, wie schon a priori zu erwarten war, die Landwinde stärker 
zu Mittag, als am Morgen und Abend angetroffen; an den West- und Ostküsten 
waren überdies die Seewinde stärker als die Landwinde.
	        
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