A}
Annalen der Hydrographie und Maritimen Meteorologie, September 1937,
2. Mondauf- und -untergang für Hamburg am 15, März 1937.
Ayg= 66h 50m t = 7h 27m Diagramm IV
+Kı = + 12.0 At m +27
kırdtes — 42 kr — 1,57
T A= 7;h 7m
U, = 20h 9m
+Ky= + 250
kr dt= +4 68
Try = 22h 41m
München, im März 1937
Bericht über die 60. Chronometer-Wettbewerbprüfung (1936/37) in der Deutschen Seewarte, 4929
wenig in ihrer Güte unterscheiden und praktisch als gleichwertig zu betrachten
sind, wurde der Firma A. Lange & Söhne ein Geldpreis zuerkannt, Die Ein-
ordnung erfolgte wie in den Vorjahren nach der Formel 7.55 + C + ED
An der Prüfungsordnung wurde gegenüber den Vorjahren nichts geändert,
Es galt daher für die einzelnen Prüfabschnitte das Folgende:
Neigungsprüfung: Sechs je zweitägige Abschnitte (Flachgang — XII oben — VI oben —
IIf oben — IX oben — Flachgang). Alle Gänge bei Flachgang und bei um 25° geneigter Lage müssen
innerhalb eines Intervalls von 10 Sekunden bleiben, Zugfederprüfung: Fünf je zweitägige Abschnitte,
n denen erster und zweiter Zugfedertag abwechseln, Der Unterschied der Gänge der beiden Zugfedertage
darf den Betrag von 1 Sekunde nicht überschreiten, Vorzeichen im Sinne zweiter minus erster Zugfedertag.
Die Hauptprüfung besteht in der Ermittlung der Gangschwankung, des Temperaturfehlers
and der langfristigen Gangänderung.
Die mittlere EA a Gangschwankung wird in u} je zwanzigtägigen Abschnitten am
. . . ” Anfang und am Schlu er Hauptprüfung ermittelt, Die Werte S werden nach der Formel:
Bericht über die 60. Chronometer-Wettbewerbprüfung (1936/ 37) 5) em berechnet, in der [ss] die Quadratsumme der einzelnen Gangschwankungen,
in der Deutschen Seewarte. m der mittlere Fehler der Uhrvergleichung und n die Anzahl der benutzten Werte von 8 ist, Die
Mit einem Nachtrag: Bestimmung der Begriffe Chronometer und Präzisionsuhr, Werte S dürfen in keinem der beiden Prüfabschnitte den Betrag von 0.3 Sekunden, die größte vor-
. kommende Gangschwankung sSmax darf den dreifachen und die größte Gangänderung in jedem Ab-
Amtlich, schnitt den vierfachen Betrag nicht überschreiten. Der mittlere Fehler der Uhrvergleichung wird
(Hierzu Tafel 56.) nach Ermittlungen ‚während des A EMOEDER A ECM gesetzt, Sr und Sir geben die Werte für
a as x x Anfang und Ende der Hauptprüfung, deren Mit ist,
Die 60, Chronometer-Wettbewerbprüfung (1936/37) begann, wie üblich, Anfang Die Temperaturprüfung wird in der aus der Tabelle zu entnehmenden Reihenfolge vor-
November 1936 und endete Anfang März 1937. Es wurden 11 Instrumente ein-genommen, Zwischen je zwei Prüfabschnitten mit verschiedenen Temperaturen liegt ein Übergangstag,
geliefert, und zwar von: an dem die Erhöhung bzw. Kenkelrigung Se Temparstur erfoler, Or Temperaturfehler ist der größte
ö ö z Unterschied zwischen je zweien der drei Gangmittelwerte, die sich für Wärme, Zimmertem tur und
& Lange & Söhne, Glashütte iSa. . S Chronometer, Kälte ergeben, Er darf den Wert von 2.0 Sekunden nicht überschreiten, PT
Fr, L1080K8, WESETMUNA®G + . + 5 x 4 » Die langfristige Gangänderung ist der Unterschied zwischen dem größten und kleinsten
W. Preil, Gera .......... 1 » w aller während der Hauptprüfung bei Zimmertemperatur beobachteten mittleren täglichen Gänge —
Yon den 8 Chronometern der Firma A. Lange & Söhne sind 5 und zwarberechnet aus je sechs- oder siebentägigen Prüfabschnitten, Sie darf den Betrag von 3.0 Sekunden
die der Nrn, 700, 1001, 1002, 1003, 1004 mit Ankergang ausgerüstet, bei 36 stündiger}icht überschreiten, |
Laufzeit, unter Wegfall von Schnecke und Kette. Von diesen haben die 8 In- Die hinter der Nummer des Chronometers eingesetzten Buchstaben bedeuten:
strumente der Nrn. 700, 1001, 1002 noch eine antimagnetische Spirale aus Nivarox.C = Chronometergang, A = Ankergang, N = Nivaroxspirale.
Die übrigen Chronometer des Wettbewerbs waren solche alten Modells mit Chrono. Die Lücken in der Spalte „Zugfeder“ entstehen durch den Übergang auf
metergang. Die geringe Zahl der Einlieferungen erklärt sich wiederum aus derl}tägigen Gang bei den Ankergangehronometern, Die Isochronismuskurven
starken Nachfrage, die es der Chronometerindustrie nicht ermöglichten, sich insämtlicher Chronometer werden neuerdings mit der Zeitwaage aufgenommen
stärkerem Maße an der vier Monate dauernden Wettbewerbprüfung zu beteiligen, und hierdurch kontrolliert, . .
Von den 11 Instrumenten bestanden die beiden Chronometer Lidecke Nr. 731 Die graphische Darstellung der Ergebnisse wurde in der im letzten Jahr
wegen Überschreitung des Temperaturfehlers und Preill Nr. 3702 wegen zuangewandten Form vorgenommen; die ermittelten Wärme- und Kältefehler sind
zroßer Gangschwankung die Wettbewerbprüfung nicht. Für die beiden an erstergetrennt aufgetragen.
und zweiter Stelle stehenden Instrumente Lange Nr. 704 und 1003, die sich nur *
60. Chronometer- Wettbewerb 1936/37.
Haupt- prüfung
-'4#'- - +ör.jiche Gänge
Tal el si “
88167 =Slal mE eElet
zc 8A E 585 85 85 52 22
© Ar SR 08 72 | 8 OR |OE TE SE
20 Re Lone m 20° me 20° | 9 | nme) mm
sek | sek sek | sch sek | sek sek | sek gek ! sok | sck | sek | sek
0.45 +0.38| +0,55 +0,31 +0,50 40.03 +0.47 +0.62 +0,63 40.65 +0,70 +0.79/+0.88
0.45 4 0.43| 4 0.54 +0,29 +0,54 40.46 +0.24/+0.25 40.22 40.27 +0.03| 40.48 + 0.76
— 0.00 —0.07| 0.00|+0.12 40.88 40.74 —0.17, +0.17 +0.23/ 40.44 —0.09 4-0.05 40.14
“0,36 +0.50| +0,51 +0.08 +40.47/4+1.00 +0.51' +0.79/+0.40 +1.09 +0,54. 4+0.58 + 0.57
- 0.09 40.14-40.34 —0.85 +02 4042 0.00.—0.26 0.321 .4.0,72 40.18 4.0.52 1.0.48
— 0.20 — 0.34) —0.45| — 1.31 —0.03 1.43 0.961.048 —1.47 — 2,26 —1.67 — 1.70 -—1.76
1.98 42.08) 41.91 +2,31 +1.56 +1.43 41.56 41.59 +1.18 40.81 +0,03 +12 +122
231 +2,29 +2.314+2.17 48.03 +2,62 48.22 +2,42 +3.09 +3,11 +3,40 43.40 /+3.40
„0.70 +0.91| +0,98 — 0.265 40.80 +0.75 40.80 -—0,03 40.80/ 40.74 4.0.41 40.634 0.77
„0,56 | 4+ 0,58 | + 0,65 | + 0.39 4005 2284045 +02 +00 +2,53 +0,50 40.49 40.47
“ASO| O1 RK! u PE at oe zz ol 108 u ATI UN Re ea man
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SS
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MS
+ *
SC
x. Lange & Söhne, Glashütte | 704
A. Lange & Söhne, Glashütte | 003
A. Lange & Söhne, Glashütte | 6833
Fr. Lidecke, Wesermünde 728
A. Lange & Söhne, Glashütte | 384
A. Lange & Söhne, Glashütte | 1001
A. Lange & Söhne, Glashütte | 1004
\. Lange & Söhne, Glashütte | 1002
L. Lange & Söhne, Glashütte | 700
Fr. Lidecke, Wesermünde 731
WW Preil. Gera a70?
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