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Jahresbericht Hr, 19/1964
Für kleinere Arbeiten wurde im "Drei-Zeichen-Kode" ein Programmierver-
fahren entwickelt, bei dem Makrobefehle in leicht erlernbarer Symbolik
über die Schreibmaschine oder über Lochkarten eingegeben und sofort aus
geführt werden. Auf diese Weise konnten viele einmalige Arbeiten mühelos
erledigt werden, deren Programmierung mit den üblichen Methoden recht
zeitraubend gewesen wäre. Die Fachreferate sind damit auch imstande, klei
nere Programme selbst zu entwerfen.
An größeren Arbeiten sind ausgeführt worden:
Prüfen und Korrigieren der stündlichen Wasserstände, sowie der Hoeh-
und Hiedrigwasserzeiten und -höhen von Cuxhaven für die Jahre 1938-1963.
Aus den. stündlichen Wasserständen von Cuxhaven für 19 Jahre wurden durch
kubische Interpolation die Wasserstände für 1 - 6 Stunden vor und nach
Hoch- und Hiedrigwasser berechnet. Für jede feste Seitdifferenz (noch ge
trennt nach oberer und unterer Kulmination des Mondes) wurden die Differen
zen der Wasserstände gegen die Extremwerte harmonisch analysiert.
Für 35 Stationen wurden aus den Beobachtungen von SchaufelradStrom
messungen die Komponenten der G-еzeitenströme und durch Mittelung die Hest-
ströme berechnet. Zu'Beobachtungen über 15 läge wurden die harmonischen
Konstanten von 16 Ilden und die Hestströme durch ein strenges Analysenver
fahren ermittelt, bei dem die Ausgleichsfunktion der gewöhnlichen harmoni
schen Analyse um eine Reihe von. örthogonalpolynomem erweitert wird.
Für den Zeitdienst- wurden die mit dem 'photographischen Zenitfernrohr
gewonnenen Beobachtungen laufend mit Hilfe der elektronischen Anlage redu
ziert und die Zeit- und Breitenkorrektionen unmittelbar über die/ Schreib
maschine ausgegeben.
Für die Seegravimetrie wurden für äquidistante Positionen eines Profils
das Schwerenormalfeld,- der Eötvös-Effekt, die topographischen Korrekturen
und verschiedene Anomalien berechnet.
Für die Erprobung einer Hi-Fix-Anlage wurden die Schnittpunkte der Hi-
Fix-Hyperbeln mit dem geographischen Hetz im mm-Maßstab der Seekarte be
rechnet.
Für die Forschungsgruppe Heuwerk der Hamburger Behörde für Wirtschaft
und Verkehr wurden die Schnittpunkte von Hi-Fix-Hyperbeln mit dem Gauß-
Krügers eben Gitternetz im Wattengebiet Elbe - Weser berechnet.