Sf. van Bebber: Die: Wettervorhersage.
117
In 111 werden: die „H“ behandelt, nach Jahreszeiten getrennt, der Einfluß
einer Schneedecke, das Auftreten von Nachtfrost im Frühjahre, die Wirkung des
Lufttransportes, der Aus- und KEinstrahlung u. A. Zum Schlufs (Seite 61) wird
hier, wie schon vorher auf Seite 45, auf den fühlbaren Mangel an Beobachtungen
in: den oberen Luftschichten hingewiesen,
In IV werden in ähnlicher Weise die „T“ behandelt, ihre Form, geogra-
phische: Vertheilung, Tiefe und Aenderungen besprochen.
V ist der längste Abschnitt; er nimmt %s des Buches ein und bespricht
an der Hand einer grofsen Anzahl ausgewählter Beispiele Wind und Wetter, wie
sie bei Depressionen, die auf den fünf Zugstrafsen wandern, auftreten. Es’ ist
somit - eine Charakteristik des Wetters bei solchen „T“, die einer dieser fünf
Strafßsen folgen.
In VI liegt der praktische Schwerpunkt des Buches, d.h. in den Zug-
strafsenkarten und den zugehörigen Wettertabellen, die die Ergebnisse von
14 Jahrgängen umfassen und sehr übersichtlich und bequem zum Gebrauch sind,
indem sie für Vorderseite, Vorübergang und Rückseite eines „1“ auf einer der
fünf Strafßsen das Wetter und somit auch seine Aenderungen angeben.
In VIL werden Wettertypen nach der Lage der „H“ betrachtet, ihre
Dauer und ihre Uebergänge von einem Typus zum anderen. Dabei werden auch
die durechschnittlichen Luftdruckverhältnisse im Laufe des Jahres in Betracht
gezogen. Dieser Abschnitt ist also gewissermaßen das Gegenstück zu V und
bringt für die „H“, was V für die „T“ brachte. Auf Seite 198 fehlt in Fig. 123
die Bezeichnung der Monate; die 2. Senkrechte von links ist oben mit D (Dezember)
zu bezeichnen, die 4., 6. u. s. w. mit J. F, u. 8, w.
In VII endlich wird die Bedeutung örtlicher Beobachtungen besprochen;
es kommen dabei zur Sprache die Temperaturvertheilung, Windrichtung, Baro-
meterstand und -Aenderungen, — Seite. 204 wird bemerkt, dafs bei uns durch-
schnittlich häufiger Niederschläge bei steigendem als bei fallendem Barometer
stattfinden, entgegen der landläufigen Ansicht, die aber in bestimmten anderen
Gegenden richtig ist. Es folgen dann die Wolken-, besonders die Cirrusbeob-
achtungen und endlich die Thaupunktbeobachtungen zur Vorhersage des Nacht-
frostes,
Das übersichtlich geordnete und die Summe unserer bisherigen Erfahrungen
auf diesem Gebiete umfassende Buch bietet mit seiner grofsen Fülle von Beispielen,
schönen, deutlichen Wetterkarten und begleitendem Texte Jedem, dem eine
Zeitungswetterkarte oder ein Zeitungsbericht zur Verfügung steht, einen hand-
lichen Leitfaden, der ihm sagt, was er damit anfangen und wie er sie durch
eigene Beobachtungen ergänzen kann. Die dem Buch einverleibten Karten und
Kärtchen bilden, ganz abgesehen vom Text, ein illustrirtes Wetterbuch, wie man
es sich bequemer und übersichtlicher nicht wünschen kann. Es gilt natürlich
auch hierbei:- selbst beobachten, selbst die Wetterlage verfolgen, selbst Vorher-
sage üben, sonst geräth man leicht unter die Zahl derer, die immer nur ab-
artheilen, ohne in die Sache einzudringen, ohne je etwas zu fördern.
Obgleich das Buch nur Europa, besonders Deutschland, berücksichtigt, so
werden doch die Leser. der Annalen Manches aus ihm lernen können, was ihnen
in anderen Theilen der Erde zu gute kommt, da die allgemeinen Gesetze überall
gelten. Auch aus den Einflüssen der Lage und Zeit, wie sie sich in Europa
zeigen, besonders im Gegensatz von Wasser und Land, Gebirge und Flachland,
Sommer und Winter, wird der Leser Manches entnehmen können, was ihm Kigen-
thümlichkeiten in ganz anderen Ländern und Zonen sofort begreiflich und ver-
ständlich macht. Wenn der Seemann sich in jedem ausländischen Hafen, wo er
Wetterkarten des betreffenden Landes bekommen kann, nur dann und wann ein
paar Karten aufeinanderfolgender Tage verschaffen wollte, würde er sich über
Vieles, was ihn und seinen Rheder unter Umständen sehr interessiren kann, auf
bequeme Weise unterrichten können. Hier mögen nur die indischen, australischen
und japanischen täglichen Wetterkarten erwähnt werden, von denen die ersteren
das ganze indische. Monsungebiet umfassen, aber leider, wie die anderen, viel zu
wenig bekannt sind.
Einen Wunsch noch zum Schlusse, der hoffentlich bei einer dritten Auf-
lage erfüllt werden kann. An verschiedenen Stellen des‘Buches wird darauf hin-
gewiesen, wie Mifserfolge zu Stande kommen, Seite 45, unten, heifst es: „Die