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mittleren Druck vor, der in dem Tiefebereich herrscht, in der sich
das Wasser, dessen Dichte man berechnen will, befindet.
Bei dieser Dichtefläche wurde der Druck p=2000 dbar gesetzt. Sie
liegt so tief, daß das darunterliegende Wasser niemals die Grönland-
Island-Schottland-Schwelle überschreiten und daher nicht als Over
flow Water in Erscheinung treten kann (AAGAARD et al., 1985).
Im Bereich des Mohn- und des Knipovitch-Rückens schwankt die
Tiefe der Dichtefläche zwischen 1000 und 1500 m. Kaltes Tiefenwasser
mit einer Temperatur von weniger als -1,05° C dringt in drei
Regionen in das Lofotenbecken ein (Abb. Nr. 36). Relativ warmes
Wasser mit Werten von mehr als -0,95° C wird aus der Islandsee
westlich von Jan Mayen in die Grönlandsee transportiert. Zwischen
74° und 75° N gelangt Wasser mit einer Temperatur von mehr als
-1,05° C aus dem Lofotenbecken in die Grönlandsee. Die Regionen mit
höherer Temperatur weisen Salzgehalte Uber 34,92 auf (Abb. Nr. 37).
In den Bereichen minimaler Temperatur beträgt er weniger als 34,92.
Die Verteilung der potentiellen Vorticity zwischen den Dichte
flächen Sigma(S,9,p) = 28,05 und 28,08 (Abb. Nr. 34) zeigt eben
falls, daß im Tiefenwasserbereich ein Austausch zwischen den Wasser
massen der Grönlandsee und der Norwegischen See stattfindet. Die
Linien gleicher potentieller Vorticity liegen im Bereich von Jan
Mayen und zwischen 73° und 74° N nicht mehr parallel zu dem
RUckensystem. Die Strömung, die den Linien gleicher potentieller
Vorticity folgt, verläuft Uber die RUcken hinweg.
Die zyklonale Zirkulation in der Grönlandsee, von deren Existenz
im Tiefenwasserbereich CARMACK (1972) ausgeht, läßt sich in der
Verteilung der potentiellen Vorticity nicht erkennen.
Die historischen Daten zeigen, daß der Austausch zwischen den
Becken von größerer Bedeutung ist, als bisher angenommen wurde. Er
ist, wie auch die damit verbundenen Transportvorgänge, in früheren
Arbeiten nur ansatzweise behandelt worden (PETERS0N und ROOTH, 1976,
BULLISTER und WEISS, 1983, SCHLOSSER, 1985). Das RUckensystem von
Mohn- und Knipovitch-RUcken läßt nicht nur an einer Stelle in der
Jan Mayen-Bruchzone den Transport salzarmen Wassers aus der Grön
landsee in das Lofotenbecken zu, sondern LUcken im RUckensystem
ermöglichen sowohl einen Transport von relativ kaltem, salzarmem
Wasser aus der Grönlandsee in die Norwegische See als auch einen
Transport wärmeren und salzreicheren Wassers in umgekehrte Richtung.