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Full text: Untersuchungen historischer hydrographischer Daten des nördlichen Europäischen Nordmeeres im Hinblick auf moderne Vorstellungen zur Wassermassenbildung und Zirkulation

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werden, in ihrem Kern mehrere Kilometer von den Schelfabhängen 
entfernt sind und in einem Abstand von 500 bis 1000 m über dem 
Meeresgrund verlaufen. Diese Entfernungen sind so groß, daß Rei 
bungseffekte ohne Bedeutung sind. Windanfachung spielt im Tiefen 
wasserbereich über 1000 m Tiefe ebenfalls keine Rolle. 
Die Linien gleicher potentieller Vorticity verlaufen parallel zu 
den Schelfabhängen vor Ostgrönland und Westspitzbergen. Die 
Strömungsrichtung der Randströme läßt sich ebenfalls anhand der 
Linien gleicher potentieller Vorticity bestimmen. Aus der zugrunde 
liegenden Theorie (vgl. PEDL0SKY, 1979 und LeBLOND und MYSAK, 1978) 
wird ersichtlich, daß auf der Nordhalbkugel die Werte der Linien 
gleicher potentieller Vorticity in Strömungsrichtung gesehen nach 
rechts zunehmen. 
Daraus ergibt sich, daß vor Spitzbergen die Randströmung nach 
Norden gerichtet ist und in den Arktischen Ozean führt. Vor 
Ostgrönland ist es umgekehrt. Die Strömung kommt aus dem Arktischen 
Ozean und ist nach Süden gerichtet.
	        
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