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Full text: Untersuchungen historischer hydrographischer Daten des nördlichen Europäischen Nordmeeres im Hinblick auf moderne Vorstellungen zur Wassermassenbildung und Zirkulation

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Grönland-Bruchzone. 
Die großen zeitlichen und räumlichen Variationen (RUDELS und 
ANDERSSON, 1982) lassen sich mit dem historischen Datensatz nicht 
auflösen, da die Raum- und Zeitskalen kleiner als die des Daten 
satzes sind. 
In 150 - 400 m Tiefe läßt sich der RAC sowohl in der Temperatur 
ais auch in der Salzgehaltsverteilung erkennen. Das abgekühlte AW 
wird an der Westflanke des zyklonalen Wirbels im Grönlandbecken, der 
durch niedrige Temperaturen und Salzgehalte gekennzeichnet ist, nach 
Süden geführt. Die 1° C Isotherme reicht in der Grönlandsee bis ca. 
75°40' N. Die Breite des Rückstroms beträgt rund 100 km (Abb. 
Nr. 26). 
In Abb. Nr. 24 erkennt man bei 77°30' N, bei 78°45' N und bei 81° 
N einen westwärts gerichteten Transport von Salz in die nördliche 
Grönlandsee. Zwischen der Schelfkante und dem Wirbel im Boreas- 
Becken, der durch einen Salzgehalt von weniger als 34,90 in seinem 
Zentrum gekennzeichnet ist, findet man eine Region mit Salzgehalten 
über 35,00. Sie erstreckt sich zwischen 76° N und 78°30' N parallel 
zur Schelfkante. Die Feinstruktur des RAC kann mit dem vorhandenen 
Datensatz aus dem gleichen Grund wie oben beschrieben nicht aufge 
löst werden. 
Die Temperatur- und Salzgehaltsverteilungen auf der Dichtefläche 
Sigma(S,0,p) = 27,95 lassen den Einfluß des RAC noch deutlicher als 
in den Horizontalverteilungen erkennen. 
In Abb. Nr. 27 biegt die 2° C Isotherme, die Molloy-Bruchzone 
östlich umfassend, nach Westen und trifft bei ca. 78°40' N auf den 
grönländischen Schelf. Nach Süden der Schelfkante folgend, gelangt 
sie bis in den nördlichen Teil der zentralen Grönlandsee. 
Südlich und östlich der "outcrop"-Region erkennt man zwei lokale 
Temperaturminima. Die outcrop"-Region bezeichnet eine Fläche in der 
die Dichte an der Oberfläche unter 27,95 liegt. Die Minima ähneln 
den mesoskaligen Strukturen in der Labrador See, die CLARKE und 
GASCARD (1983) und GASCARD und CLARKE (1983) beschrieben haben. Ob 
es sich um gleichartige Strukturen handelt, kann anhand mittlerer 
Verteilungen von Temperatur, Salzgehalt und Dichte nicht festge 
stellt werden. 
Die Salzgehaltsverteilung auf der Dichtefläche zeigt deutlich die 
Atlantische Domäne mit Salzgehalten Uber 35,00 östlich des Mohn- und 
des Knipovitch-RUckens (Abb. Nr. 25). Westlich davon in der Arkti 
schen Domäne sinkt der Salzgehalt auf Werte unter 34,80. In der 
Fram-Straße erkennt man den Rückstrom des AW anhand ’ eines ArmI 
salzreichen Wassers mit einem Salzgehalt von mehr als 35,00. Die 
Methode, die Ausbreitung von Wassermassen auf Dichteflächen mit
	        
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