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Full text: Untersuchungen historischer hydrographischer Daten des nördlichen Europäischen Nordmeeres im Hinblick auf moderne Vorstellungen zur Wassermassenbildung und Zirkulation

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Zeitreihen der Jahresmittelwerte für Temperatur, Salzgehalt und 
Dichte existieren nur für die Regionen vor Norwegen und Spitzbergen. 
In den Bereichen nordwestlich von Jan Mayen und vor Ostgrönland 
liegen im Zeitraum von 85 Jahren pro Tiefenstufe maximal 14 zeitlich 
unregelmäßig verteilte Jahresmittelwerte vor, mit denen keine Aus 
sagen über langfristige Veränderungen gemacht werden können. 
LflT. 70-7H N. LOH. 10-18 E. PERIOD 1900 - 1982 
0 • 0 n - 90 * 
A ■ V) H - 100 n 
X ■ IOO n - 290 n 
YERRS —•* 
Abb. 22 : Jahresmittelwert der pot. Temperatur (0-250 m) 
in der Tromsö-Box 70°-74° N, 10°-18° E 
Die Abb. Nr. 22 zeigt die Jahresmittelwerte der Temperatur vor 
Norwegen für den Bereich von 0 - 250 m. Zwischen den 20er und 40er 
Jahren dieses Jahrhunderts nimmt die Temperatur vor Norwegen, wie 
auch vor Spitzbergen zu. Die Phase der Erwärmung dauert vor 
Spitzbergen länger als vor der nordnorwegischen Küste. Eine Phasen 
differenz kann nicht angegeben werden, da vor Nordnorwegen zwischen 
1939 und 1946 keine Daten vorliegen und der Umkehrpunkt von der 
Erwärmung zur Abkühlung in diesen Zeitraum fällt. Von 1952 bis 1975 
sinkt die Temperatur. In der Phase der Erwärmung nimmt der Salzge 
halt ab und in der Phase der Abkühlung zu. Die Dichte in der 
Oberflächenschicht nimmt in den 30er und 40er Jahren ab. Nach 1950 
ist es genau umgekehrt. Langzeitliche Veränderungen der Jahres 
mittelwerte lassen sich bei der Temperatur bis in ca. 600 m Tiefe 
verfolgen, Schwankungen im Salzgehalt und der Dichte nur bis 250 m.
	        
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