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tischen Verhältnisse großer Teile des Europäischen Nordmeeres im
Winter führten dazu, daß Forschungsfahrten in diese Gebiete zu
dieser Jahreszeit bis auf wenige Ausnahmen unterblieben. Winterdaten
liegen nur aus den eisfreien Teilen des Europäischen Nordmeeres im
Bereich vor Norwegen vor. Etwa 60% aller vorhandenen Daten fallen
deshalb in den Zeitraum zwischen Juni und November.
Eine Vorstellung Uber die zeitliche Verteilung der Daten gibt
Abb. Nr. 12. Sie zeigt die Verteilung für vier ausgewählte Gebiete.
Eine flächendeckende Verteilung der Serienstationen existiert nur
für einige Teilgebiete des Europäischen Nordmeeres.
Daten aus eisbedeckten Regionen stammen hauptsächlich von Eis
brechern, die für einzelne Forschungsfahrten benutzt wurden, und von
Messungen, die direkt von Eisinseln aus, z. B. ARLIS II (TRIPP und
KUSUNOKI, 1967), gemacht wurden. Es handelt sich hierbei nur um
Sommerdaten.
Wenn man das Europäische Nordmeer in vier Zonen, eine südöst
liche, eine nordöstliche, eine nordwestliche und eine südwestliche
Zone einteilt, ergibt sich folgende räumliche Verteilung der Daten.
In der südöstlichen Zone nimmt die Zahl der Daten von Süd nach Nord
ab, ist aber mit Uber 10 000 Stationen immer noch die bei weitem am
besten mit Stationen besetzte Zone. Die nordöstliche Zone enthält
eine geringere Zahl von Stationen. Auch hier liegt eine Abnahme der
Zahl der Stationen von Süd nach Nord vor. Die nordwestliche Zone ist
die mit Daten am schlechtesten besetzte Zone. Sie enthält etwa
nur 1 000 Stationen. Die südwestliche Zone ist etwas besser belegt
als die nordwestliche Zone. Die Zahl der Stationen nimmt hier von
Ost nach West ab.
Da hauptsächlich in Standardtiefen gemessen wurden, verteilen
sich die Daten vertikal wie folgt: 57 % aller Meßwerte liegen im
Bereich von 0 - 100 m, 39 % im Bereich von 100 - 1000 m und nur 4 %
stammen aus größeren Tiefen.
4.3 Qualität
Die einzelnen Teile des bearbeiteten Datensatzes haben eine
unterschiedliche Datenqualität. Der Oberflächentemperaturdatensatz
ist aufgrund der Meßverfahren der Datensatz mit der geringsten
Genauigkeit der Meßwerte. Zwei verschiedene Meßverfahren werden
angewandt. Entweder werden die Temperaturen einer Oberflächenwasser
probe mit einem Thermometer manuell bestimmt oder die Wassertempera
tur wird mit einem Thermofühler im KUhlwassereinlaufstutzen von
Schiffen gemessen. SAUR (1963), WALDEN (1966) und TABATA (1979)