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Full text: Untersuchungen historischer hydrographischer Daten des nördlichen Europäischen Nordmeeres im Hinblick auf moderne Vorstellungen zur Wassermassenbildung und Zirkulation

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Arktischen Domäne als Polarfront und die zwischen der Arktischen und 
der Atlantischen Domäne als Arktische Front definiert. In Abb. Nr. 4 
erstreckt sich die Arktische Domäne über eine Region, deren Salzge 
halt zwischen 34,50 und etwa 35,00 beträgt. Im Winter ist die 
Oberflächendichte in der Arktischen Domäne größer als in den beiden 
anderen Domänen und erreicht Maximalwerte von mehr als 28,06 
(CARMACK, 1972). 
3.2 Vertikale Verteilung von Temperatur und Salzgehalt 
Die wesentlichen Grundzüge der Hydrographie in der Grönland- und 
der Norwegischen See unterhalb der Oberfläche sind in einem Ver— 
tikalschnitt zwischen Grönland und dem Barentsschelf erkennbar (Abb. 
Nr. 6-7). 
Er verläuft auf 74°30' N von 24°30' W bis 28°30' E durch die 
zentrale Grönlandsee. Aus den historischen Daten wurden pro l°xl° 
Feld Mittelwerte von Temperatur und Salzgehalt in 8 Tiefenbereichen 
berechnet und daraus die Vertikalverteilungen angefertigt. 
Die atlantische Schicht füllt die obersten 700 m im östlichen 
Teil des Schnitts aus. Ein Großteil dieser Schicht weist Tempera 
turen von mehr als 3° C und Salzgehalte über 35,0 auf. 
Der Bereich des EGC im Westen des Schnitts wird durch salzarmes 
polares Oberflächenwasser gekennzeichnet. Unter der Oberflächen 
schicht befindet sich Wasser mit deutlich höherem Salzgehalt von 
etwa 34,5, das mit einem Temperaturminimum verbunden (T kleiner als 
-1,0° C) Ist. Diese Wassermasse wird von STEFANSS0N (1962) und 
MAUiBERG (1972) als Polares Zwischenwasser (Polar Intermediate 
Water, PIW) bezeichnet. 
Unterhalb der Temperaturminimumschicht befindet sich ein Bereich 
mit einem Temperatur— und auch Salzgehaltsmaximum. STEFANSS0N (1962) 
bezeichnet diese Wassermasse als AIW. 
SWIFT und AAGAARD (1981) haben das AIW in zwei Bereiche einge 
teilt. Das uAIW ist so definiert, daß es das dichtere Wasser, das 
mit dem Temperaturminimum verbunden ist, beinhaltet. Es umfaßt einen 
Großteil der Wassersäule zwischen Temperaturminimum und Temperatur 
maximum. Die Temperatur- und Salzgehaltsgrenzen sind so gewählt, daß 
alles Wasser mit einer Temperatur von weniger als 2° C und einem 
Salzgehaltsbereich von 34,7 bis 34,9 als uAIW bezeichnet wird. Diese 
Wassermasse reicht im Winter in der Islandsee bis an die Meeresober 
fläche. Das zuvor beschriebene PIW läßt sich in Temperatur und 
Salzgehalt nicht klar vom uAIW trennen. Die Unterscheidung beruht 
hauptsächlich auf geographischen Überlegungen.
	        
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