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Die Erfassung kohlenwasserstoffabbauender Bakterien erfolgte
mit der Most Propable Number (MPN)-Methode in Dreier-Parallelen.
Das Flüssigmedium (NP-Medium) setzte sich zusammen aus Na2PO4 X 12
H20 (2,5 g), K2HPO4 (0,5 g), NH«CI (0,5 g), in 250 ml A. dest. ge
löst und getrennt von 750 ml gealtertem Meerwasser autoklaviert
(121°C, 20 min.). Der pH wurde nach Vereinigung der Lösungen ste
ril mit NaOH auf 7,6 eingestellt (Gunkel und Trekel, 1967).
Die MPN-Flaschen (20 ml) enthielten 9 ml NP-Medium und 1 ml
des untersuchten Öls. Zur Bestimmung der naphthalinabbauenden Bak
terien wurde anstelle von öl gewaschenes Naphthalin (jeweils 0,233
ml 30 % [wt./vol.] in Chloroform = 70 mg) verwendet (Bruns, 1986).
Den NP-Medien wurde 0,5 ml-1 -1 einer Spurenelementlösung (SPU)
nach Cohen-Bazire et al. (1957) zugegeben [2,5 g EDTA, 10,95 g
ZnSO« X 7 H2O, 5,0 g FeSO« X 7 H 2 0,l,54 g MnSO« X H 2 0, 0,39 CuSO«
X 5 H2O, 0,25 g Co(N03>2 X 6 H2O, 0,18 g Na2 B« O7 X 10 H2 0, 1000 ml
A. dest.]. Die Inkubation erfolgte im Dunkeln unter sanftem Schüt
teln bei 18°C auf Vielkolbenschüttlern (VKS 75/B, Fa. Bühler). Die
Auswertung erfolgte nach 6 Wochen anhand der Trübung des Fla
scheninhalts (deMan, 1975) , nachdem 1 ml HCl (10 %) zugegeben
wurde, um die ausgefallenen Salze aufzulösen.
Inkubation. Jeweils 500 ml Probenwasser wurden zu 50 ppm öl in
1 i-Glasflaschen (mit Drehverschluß und Tefloneinlage) gegeben,
nachdem das Lösungsmittel Pentan verdunstet war. Parallelansätze
enthielten zusätzlich Stickstoff- und Phosphorsalze unterschiedli
cher Konzentration, sowie Spurenelemente (SPU). Folgende NP-Kon-
zentrationen wurden angewendet, um den Bereich, der sich der na
türlichen Nährstoffkonzentration nähert, zu untersuchen:
0,1 NP = [Na:PO« X 12 H 2 0 1250 ppi), KiHPO« 150 ppi', NH«CI 150 pp»)]
0,01 NP * [NazPC« X 12 HzO I 25 ppi), KiHPO« ! 5 ppi), NH«CI I 5 ppi)]
0,01 P 4xN = [Na:PO« X 12 H:О I 25 ррв), K:HPO« ( 5 ppi), NH«CI (20 pp«)]
Die Inkubation erfolgte im Dunkeln bei 18°C in einem Vertikalka
russell für 3, 7, 14, 28 und 42 Tage.
Sauerstoffmessung. Die Zehrung des Sauerstoffs erfolgte mit einer
OXI 2000 Sauerstoffelektrode (WTW). Die Ansätze wurden in
Schliffstopfenflaschen (1000 ml) oder in sog. Mikrokosmen