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II. MATERIAL UND METHODEN
Probenwasser. Für die Experimente wurde Meerwasser mit seiner na
türlichen Bakterienpopulation verwendet. Das Wasser wurde an der
Dauermeßstation "Kabeltonne" der Biologischen Anstalt Helgoland
(Helgoland Reede) mit einer speziellen Seewasserpumpe (Typ 608,
Fa. Haffner) des Forschungsbootes "Aade" aus 1 m Tiefe entnommen.
Die Experimente wurden unmittelbar nach Anlandung des Wassers be
gonnen, um eine nahezu unveränderte Bakterienpopulation zu unter
suchen .
Medien und Verdünnungswasser (25 % A. dest.) wurden mit geal
tertem nährstoffarmen Wasser aus der Biskaya bereitet, das grob
filtriert in Glasballons mindestens 3 Monate dunkel gelagert wor
den war.
öle. Bei den verwendeten ölen handelte es sich um das schwere Die
selöl Bunker C, das Mitteldestillat Marine Fuel Oil (MFO) , beide
ESSO, sowie um ein Nordsee-Rohöl vom Ölfeld Ekofisk (Phillips) .
Das Rohöl wurde unter Erhitzen (120°C) und Lufteintrag von leicht
flüchtigen KW befreit (25 Gew.-%), um den natürlichen Verdun
stungsprozeß zu simulieren. öl für die mikrobiologischen
Untersuchungen wurde im Autoklaven (121°C, 20 min.) in fest ver
schlossenen Glasflaschen (DURAN*) sterilisiert. Zur genauen Dosie
rung der ölmengen für die Abbau-Experimente wurden die öle in Pen
tan gelöst und in die Inkubationsflaschen pipettiert.
Medien. Die Zahl saprophytischer koloniebildender Bakterien (CFU =
Colony Forming Units) wurde mit der Gußplattenmethode in Dreier-
Parallelen bestimmt. Als Medium wurde dazu 2216 E-M-Agar verwendet
[5 g Pepton (DIFCO) , 1 g Hefe-Extrakt (DIFCO) , 15 g Agar (DIFCO) ,
0,01 g FePO« X 4 H2O, 750 ml gealtertes Meerwasser, 250 ml
A. dest., pH 7,6, 20 min. bei 121°C autoklaviert] (Gunkel, 1964a) .
Das in 9 ml Portionen steril abgefüllte Medium wurde vor der Ver
wendung aufgeschmolzen und auf 45°C temperiert. Die Inkubation der
Bakterien erfolgte in Petrischalen bei 18°C im Dunkeln, nach 2l
Tagen wurden die Bakterienkolonien ausgezählt.