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Volltext : Biologischer Abbau von Erdölkohlenwasserstoffen in der Nordsee unter besonderer Berücksichtigung von schwer abbaubaren Komponenten, die als Leitsubstanzen für die chemisch analytische Überwachung der Meeresumwelt dienen sollen

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lieh  ist  auch  eine  teilweise  Extraktion  von  Bestandteilen  der
Bakterienzellen,  z.  B.  des  in  den  Zellmembranen  vieler  Bakterien
enthaltenen  Bakteriohopantetrols  (Ourisson  et  al.,  1984).
Besonders  bei  geringen  Zusätzen  von  Nährsalzen  plus  Spurenelementen ­
  verlief  der  Ölabbau  sehr  rasch.  Dabei  scheinen  die  Spurenelemente ­
  besonders  den  Abbau  von  größeren  und  komplexen  Molekülen
zu  intensivieren  (Abb.  6-8,  Tab.  4).
Für  die  Untersuchung  von  Abbaumustern  ist  dabei  von  Interesse,
daß  aufgrund  der  zugegebenen  niedrig  konzentrierten  Supplementationen
  (0,01  NP)  z.B.  ein  stärkerer  Abbau  des  verzweigten  langkettigen
  Alkans  Pristan  erfolgte,  was  sich  im  Vergleich  zur  unsupplementierten
  Kontrolle  in  starken  Schwankungen  des  Pristan/C17-Verhältnisses
  (Abb.  10)  ausdrückt.  Ähnliche  Veränderungen  traten
unter  dem  Einfluß  der  Spurenelemente  bei  zwei  Trisnorhopanen  auf
(Tm  und  Ts,  siehe  Tab.  3  und  4).
Das  Pristan/C17-Verhältnis  dient  zusammen  mit  dem  Phytan/C18-Verhältnis
  als  ein  Charakteristikum  von  ölproben  (National
Research  Council,  1985),  so  wie  auch  das  Verhältnis  der  Tris-norhopane
  (Tm/Ts)  zur  Altersbestimmung  von  Rohölen  herangezogen  wird
(Simoneit,  1983;  Shen,  1984).  Hier  muß  überprüft  werden,  inwieweit
Übereinstimmungen  mit  auf  See  gealterten  ölen  gefunden  werden  können ­
  .

Die  Untersuchung  der  Sauerstoffzehrung  in  den  verölten  Wasserproben ­
  ergab  in  einigen  Ansätzen  keine  eindeutige  Übereinstimmung
mit  den  durch  chemische  Analysen  erhaltenen  Ergebnissen  Die
abbaufördernde  Wirkung  von  NP-Salzen  konnte  so  z.B.  bei  Inkubation
mit  Ekof  isk-Rohöl  nicht  nachgewiesen  werden,  was  auf  die
Einschränkungen  der  Methode  hinweist  (Gibbs,  1977).  Allerdings  ist
zu  beachten,  daß  hier  mit  der  Messung  der  Sauerstoffzehrung  die
Aktivität  eines  Systems  erfaßt  wird.  In  den  Wasserproben  wurde
nicht  nur  die  oxidierende  Aktivität  älabbauender  Bakterien  verfolgt. ­
  sondern  gleichzeitig  sämtliche  daraus  resultierenden  Vorgänge ­
  in  der  Nahrungskette  (z.B.  "grazing",  d.h.  Wegfraß  von  Bakterien ­
  durch  Protozoen)  und  Remineralisation  toten  Materials  durch
Bakterien.  Die  in  Abbildung  5  und  11  dargestellten  Ergebnisse  ge
ben  daher  mehr  Aufschluß  darüber  inwieweit  das  System  den  Olabbau
            
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