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vität, die in der Lage ist, ein Gefälle zwischen den Sauerstoff
konzentrationen von Luft und Wasser aufrecht zu erhalten.
Die größte Steigerung der Atmungsaktivität wurde bei Inkuba
tion des Bunker C-Öls mit der Kombination von 0,01 NP und Spuren
elementen nach 28 Tagen festgestellt (max. 2,3 ppm Sauerstoff). Im
Gegensatz zu allen anderen untersuchten Nährsalzkombinationen be
gann die Zehrung ohne Verzögerung. Einen fördernden Einfluß zeigte
auch die Konzentration von 0,1 NP+SPU. Allerdings ist eine Unter
scheidung von den übrigen Kombinationen erst nach 28 Inkubations
tagen erkennbar, und mit maximal 0,75 ppm Sauerstoffzehrung deut
lich geringer als im Ansatz mit 0,01 NP+SPU.
Gaschromatographie-Massenspektrometrie
der Restöle von Experiment 1 und 3
Um den mikrobiellen Abbau weiterer Ölkomponenten festzustel
len, wurden die sechs Wochen lang inkubierten öle der Experimente
mittels GC-MS-Kopplung untersucht. Besonderes Interesse galt den
ringförmigen Substanzen des mittleren und höheren Siedebereichs
(Phenanthrene, Terpene, Sterane), die im wesentlichen bei der
Identifizierung von Ölverschmutzungen herangezogen werden
(Dahlmann, 1985).
Abbildung 12 zeigt als Beispiel Ausschnitte von Massen—Chroma
togrammen von ölproben des unsupplementierten Bunker C-Abbaus
(Experiment 3). Dargestellt sind die Spektren von charakteri
stischen Massenbruchstücken der methylierten Phenanthrene (m/z
192, 206, 220, 234), der methylierten Dibenzothiophene (m/z 198,
212, 226) und der Dibenzonaphthothiophene (m/z 240) über dem To
talionenstrom (TI).
Deutlich zu unterscheiden sind die einzelnen Isomeren des Me-
thyl-Phenanthrens, deren Abbau in dem dargestellten Bunker C-öl
(unsupplementierter Abbau) unterschiedlich rasch erfolgt, wodurch
das charakteristische Methyl-Phenanthren-Muster verändert wird.
Die Bevorzugung des Abbaus richtet sich dabei nach der Stellung
des Substituenten, so daß zunächst 2-Methyl-, dann 3- und 9-