- 75 -
Bundes forschungsanstalt
für Fischerei
Institut für Küsten- und Binnenfischerei
Zusammenstellung von Ergebnissen epidemiologischer Unter
suchungen zur Häufigkeit von Fischkrankheiten aus dem Jahr 1985
sowie Darstellung von Langzeittrends im Verklappunqsgebiet von
Abfällen aus der Titandioxidproduktion.
Die von der BFA für Fischerei durchgeführten epidemiologischen
Untersuchungen zur Häufigkeit und regionalen Verteilung von
Fischkrankheiten in der südlichen Nordsee beziehen sich schwer
punktmäßig auf drei bei der Kliesche (Limanda limanda) auf
tretende Krankheiten:
Lymphocystis , Epidermale Papillome, U1cerationen.
In Abb. 1-6 sind die im Jahr 1985 festgeste11ten prozentualen
Befallsraten dieser Krankheiten bei Klieschen der südlichen
Nordsee dargestellt, wobei sich Abb. 1-3 auf die Ergebnisse
der Januar-Untersuchung und Abb. 4-6 auf die Ergebnisse der
Mai-Untersuchung beziehen.
Generell konnten für alle drei Krankheitsbilder bezogen auf das
gesamte Untersuchungsgebiet im Januar niedrigere Befallsraten
registriert werden als im Mai.
Dies gilt in besonderem Maße für das Auftreten epidermaler
Papillome, die im Mai 1985 auf einigen Stationen in der südlichen
Nordsee bei mehr als 12 % der untersuchten Klieschen gefunden
wurden. Die höchsten Prävalenzen dieser Erkrankung konnten sowohl
im Januar als auch im Mai 1985 in der Umgebung des Verklappungs
gebietes für Abfälle aus der Titandioxidproduktion registriert
werden.