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Tab. 10 bringt die erstmals mit der Invers-Voltammetrie gemessenen
Werte für Blei und Cadmium. Die Proben für Wassertiefe
0 m wurden speziell für diese Methode auf jeder Station getrennt
mit einem Schlauchboot entnommen. Dabei wurde von Hand in Teflon-Flaschen
vom Bug des Schlauchboots bei langsamer Fahrt gegen
Wind und Strömung in einigen Kabellängen Abstand vom Schiff
geschöpft, um eine Kontamination durch das Forschungsschiff auszuschließen.
Die Meßwerte für Cadmium sind erwartungsgemäß nicht
durchgehend identisch mit denjenigen aus der AAS (Tab. 8), da das
Cadmium von beiden Analysenmethoden in unterschiedlichem chemischem
Zustand im Meerwasser erfaßt wird. Bei Vorliegen größerer
Datensätze kann aus dem Vergleich beider Verfahren auf das Verhalten
des Schwermetalls geschlossen werden.
In einigen Fällen sind die Konzentrationen für Cadmium in filtrierten
Wasserproben deutlich höher als in unfiltrierten;
ebenso sind einige Werte für Gesamt-Quecksilber niedriger als
für den reaktiven Anteil allein. Bei geringem Schwebstoffgehalt
und niedrigen Spurenmeta11konzentrationen, wie man sie im offenen
Meer häufig vorfindet, liegen diese Abweichungen meist im Rahmen
der natürlichen Schwankungsbreite der Proben und der durch
die Analysenverfahren bedingten Streuung. Wo der Unterschied
mehr als 30 ?£ beträgt, wurden die fraglichen Daten mit Q gekennzeichnet.
Während bei Cadmium Kontaminationen durch die Filtration
nicht ausgeschlossen werden können, war bei Quecksilber höchstwahrscheinlich
die Kühlung bei der UV-Bestrah1unq an Bord wegen
großen Probendurchsatzes nicht ausreichend.