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Full text: Geologisch-geomorphologische Untersuchungen in der Iberischen Tiefsee zur Beurteilung von Vermischungs- und Transportfragen im Rahmen eines Monitoring-Programms für die Einbringung schwach radioaktiver Abfälle

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in der Regel eine buckelige Oberfläche mit Buckelhöhen bis zu 10 
m und Weiten um 300 m. Das Mikrorelief der Tiefseeberge ist 
vermutlich schroffer als aus der Kartendarstellung hervorgeht. 
Bei Stationsarbeiten auf dem Tiefseeberg "Dreizack" in der Mitte 
des Zentralgebietes waren gelegentlich sehr schmale, bis 100 m 
tiefe Schluchten gelotet worden. In den Senken und Tälern ist der 
Boden nahezu eben. Die Achse des nördlichen W - E -Tales wird auf 
beiden Seiten im Abstand von wenigen Kilometern von einer 
flachen, wenige Meter hohen Böschung begleitet. 
Das bathymetrische Grundmuster des Untersuchungsgebietes ist 
typisch für den Bereich des Mittelatlantischen Rücken im 
zentralen Nordost-Atlantik. 
8.2 Morphogenese 
(dazu Anlagen: Heinrich, 1986a,b; Heinrich, 1987; Rudloff, 1986) 
8.2.1 Allgemeine Einführung 
Die Entstehung dieses Tiefsee-Reliefs ist primär auf vulkanische 
und magmatektonische Vorgänge bei der Neubildung ozeanischer 
Kruste an der Achse des Mittelatlantischen Rücken (MAR) zurückzu 
führen. Von der Achse driftet die neugebildete Kruste mit einer 
Geschwindigkeit von 2 cm/Jahr in Richtung der Kontinente. Die 
abgekühlte junge Basaltkruste zerbricht vermutlich noch im 
zentralen Rückenbereich in achsenparallele, treppenstufenartige 
Schollen, die sich später zu einem Graben- und Horstsystem 
verschieben. Im Laufe der Zeit wird dieses dann sukzessive mit 
Sediment bedeckt. Senkrecht zum MAR verlaufende Transform-Verwer 
fungen schneiden als Bruchzonen tief in die Basaltkruste ein. 
Diese 3ruchzonen können tektonisch sehr aktiv sein. 
Der driftende Ozeanboden wird sukzessive mit Sediment bedeckt. 
Mit zunehmender Entfernung vom MAR vergrößert sich die Sediment 
bedeckung, bis in Kontinentnähe das Relief völlig zu einer 
Tiefsee-Ebene aufgefüllt ist. Aufgrund von lateraler Sedimentzu 
fuhr durch Suspensionsströme und Hangrutsche sind die Talfüllun 
gen zumeist weitaus mächtiger als die Sedimentauflagen der Berge. 
8.2.2 Kartiertechnik 
Informationsquellen zur Genese des Tiefsee-Reliefs waren die 
geophysikalischen Meßmethoden der tiefereindringenden AirGun- 
Seismik, die Gravimetrie und die Magnetik. Die Kartierung mit 
diesen drei Methoden wurde parallel zur bathymetrischen Aufnahme 
des westlichen Zentralgebietes mit FS Polarstern durchgeführt. 
Grundlage der flächenhaften Ergebnisdarstellung ist also das 
selbe Profilnetz wie das der Bathymetrie. Die Auswertung der 
Messungen ließ einige Probleme deutlich werden. Die Aufzeichnun 
gen der AirGun-Seismik waren aufgrund der extrem schlechten 
Wetterverhältnisse im Mai 1983 durchgehend miserabel. Während der 
nachfolgenden Forschungsfahrt mit FS Sonne wurde diese Ver 
messung auf 5 E-W -Profilen wiederholt. Magnetik und Gravimetrie 
litten mittelbar ebenfalls unter der sehr rauhen See während der 
ersten Meßfahrt. Um den Einfluß der Wassertiefe bei der Ermitt 
lung des Gesteinseinflusses auf das Schwerefeld (Bouguer-
	        
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