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8 ERGEBNISSE
8.1 Bathymetrie
(dazu Anlagen: Preussag AG, 1984; Figge, 1984; Heinrich, 1936a)
8.1.1 Kartiertechnik
Das zentrale NOAMP-Gebiet und das erweiterte hydrographische Meß
gebiet sind mit jeweils unterschiedlichen Methoden vermessen
worden. Das Zentralgebiet wurde mit dem Fächerecholot-System SEA
BEAM von FS Polarstern und FS Sonne flächendeckend kartiert. Das
SEA BEAM System bestreicht mit einem Fächer von 16 eng begrenzten
Sonarstrahlen den Meeresboden senkrecht zur Fahrtrichtung des
Schiffes. Die Kartierbreite beträgt etwa 80 % der Wassertiefe. In
die Tiefenberechnungen gehen Korrekturen für Rollen und Stampfen
des Schiffes und für Änderungen des akustischen Brechungswinkels
in der stratifizierten Wassersäule ein. Jeder Lotung wird
außerdem eine unkorrigierte Schiffsposition aus der Transitsatel-
liten-Navigation zugeordnet. Die Meßdaten werden für die spätere
Aufbereitung auf Magnetband gespeichert. Um Randfehler auszu
gleichen, werden Meßkurse mit einer fünfundzwanzigprozentigen
Oberdekkung an jeder Seite eines Streifens gefahren.
Vor der Kartendarstellung werden zuerst die Navigationsdaten
rechnerisch korrigiert. Mit Hilfe eines Contouring-Programmes
können dann von einer Großrechenanlage Isolinien- oder 3-D-
Tiefenkarten in jedem beliebigen Maßstab und jeder gewünschten
Projektion hergestallt werden.
Für die Vermessung der äußeren hydrographischen Meßbox wurde
keine systematische Vermessung durchgeführt. Hier sind die
kontinuierlichen Lotungen der einstrahligen NBS-Lotanlage von FS
Meteor (alt) während des Abdampfens des hydrographischen
Meßnetzes verwendet worden. Die Auswertung der Lotrollen geschah
manuell, ebenso das Kartenzeichnen.
8.1.2 Reliefbeschreibung
Die Vermessung des NOAMP-Gebietes zeigte ein deutlich rauheres
Relief als bisher bekannt war. Die Wassertiefen bewegen sich
zwischen 3500 m auf der Spitze eines Tiefseeberges im Nordwesten
des Areals und 4950 m in einer Senke im Süden. Das Relief bildet
ein großräumiges, rechtwinkliges Gitter mit NNE - SSW -orientier
ten Rücken und Senken. Im Abstand von 30 - 40 sm werden diese
Formen von W-E -streichenden breiten Tälern geschnitten. Die etwa
10 sm breiten Rücken erheben sich im Mittel 400 - 500 m über die
ebenso breiten Senken. Gelegentlich sind ihnen höheraufragende
Tiefseeberge aufgesetzt. Die Weite der beiden W-E - streichenden
Täler (bei 47°25'N und 47°40'N) schwankt zwischen 10 und 20 sm.
Die südliche der beiden Senken besitzt sehr steile Flanken und
ist in mehrere Einzelbecken mit durchschnittlich 4800 m Wasser
tief e. untergliedert . Das nördliche Quertal hingegen bildet eine
planierte schiefe Ebene mit 4300 m Wassertiefe im Westen und 4600
m im Osten.
Aussagen über das Mikrorelief waren aus den sedimentechographi
schen Kartierungen im Zentralgebiet zu erhalten. Die Rücken haben