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zwischen Relief und Sedimenttyp bestehen. Weiterhin sollte
festgestellt werden, inwieweit die Oberflächensedimente mit den
heutigen hydrographischen Umweltverhältnissen im Gleichgewicht
stehen. Hier sollte das wichtigste Unterziel sein, den EinfluS
des resuspensiven Sedimenttransportes und die Tiefenlage der
Kalk-Lysokline (CCD) zu ermitteln.
5.4 Gravitative Massenverlagerungen
Die sedimenäre Aufbau des Meeresbodens in der Tiefsee variiert
räumlich relativ stark. Untermeerische Hangrutsche und Suspen
sionsströme (turbidity currents) sind dabei diejenigen Prozesse,
die Abfallbehälter zerstören, transportieren oder begraben
können. Auf Hangrutsche zurückzuführende lokale Suspensionsstrom
-Ereignisse waren im benachbarten NEA-Versenkungsgebiet in
Sedimentkernen festgestellt worden. Hinweise auf Einflüsse aus
dem nordostatlantischen Maury-Channel-Turbiditsystem, das seinen
Ursprung am isländischen Inselsockel hat und bis an den nord
iberischen Kontinentalhang reicht, fanden sich dort nicht. Nach
Literaturhinweisen war jedoch im NOAMP-Gebiet damit zu rechnen.
5.5 Zeitliches Verhalten des Risikopotentials
Aussagen über die Persistenz oder zukünftige Veränderungen im
Sedimentationsgeschehen sind durch die meeresgeologische
Grundlagenforschung der letzten 20 Jahre machbarer geworden. Die
Steuerungsmechanismen der Sedimentation sind weitgehend erkannt,
ebenso in den Grundzügen ihre Auswirkungen auf den Ozean. Motor
der Abläufe im Ozean ist das Zusammenspiel der irdischen
orbitalen Bahnparameter (Präzession, Exzentrizität, Schiefe der
Ekliptik) mit seinen Auswirkungen auf das Klima. Aufgrund der
Zyklizität der Orbitalparameter wiederholen sich klimaabhängige
Prozesse wie z. B. die Sedimentationvorgänge im Ozean, mit einer
bestimmten Systematik.
Dies eröffnet die Möglichkeit, in der jüngeren geologischen
Geschichte des NOAMP-Gebietes nach fossilen Parallelen der
Gegenwart zu suchen und eventuell Hinweise auf die zeitliche
Entwicklung geologischer Risiken für die Schadstoffeinbringung zu
erlangen. Die Rekonstruktion der Ablagerungsgeschichte bildet
deshalb die Grundlage zur Beantwortung dieser wichtigen Frage.