7 7
Schlechtere Verhältnisse zwischen Blindwert und Metall
konzentration wurden für Chrom, Nickel und Blei erzielt,
wenn die Filter nicht durch Auslaugung, sondern durch
Filtration mit angesäuertem Reinstwasser gereinigt wurden.
Elemente
Ti
V
Cr
Mn
Fe
Ni
Cu
Zn
As
Pb
17]
Durchschnl.Konz
I 470
18
31
322
4720
4,5
20
35
< 4,4
13
13
Blindwert BF 4
7,1
< 3,9
39
2.4
31
4,2
35
6,8
< 1,9
7,9
<1,5
Blindwert *
2
<22
126
0,7
0,7
93
175
19
-
61
<U I
Tabelle 27: Verhältnis der Blindwerte des Aufschlusses von Filtern, die durch Filtration
von angesäuertem Reinstwasser gereinigt wurden, zu den durchschnittlichen Konzentratio
nen in Schwebstoffen der Deutschen Bucht im August 1988. Alle Angaben in pg/1
AufschluDlösung.
Kupfer ist wie immer, als durch die Detektorkontamination
verfälscht zu betrachten.
Die Kontaminationsgefahr durch Staubteilchen der Luft
trotz Reinraumbedingungen und Cleanbench erwies sich als
am größten für Eisen und Zink, wobei diese punktuellen
Kontaminationen aufgrund der hohen Eisengehalte der
Schwebstoffe nicht relevant sind. Im Gegensatz dazu können
sie für Zink beträchtliche Verfälschungen verursachen. Da
pro Station nur ein Filter zur Verfügung stand, war es
nicht möglich, Ausreißer zu erkennen.
Das Blindwertproblem ist in erster Linie an die Schweb-
stoffkonzentration im Seewasser gekoppelt. Es ist daher
anzustreben, durch Filtration größerer Volumina auch in
Jahreszeiten mit üblicherweise geringeren Schwebstoffkon
zentrat ionen , eine hinreichende Probenmenge zu gewinnen.
Dies würde auch bezüglich der Wägung zu einer größeren
Zuverlässigkeit der Analysenergebnisse führen. Aufgrund
der Kontaminationsgefahr, insbesondere für Zink, wäre
außerdem die Analyse von 3 parallel genommenen Proben von
Vorteil. Ausreißer könnten dann erkannt und eliminiert
werden.
Cadmium-Blindwerte wurden nicht
untersucht.