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Volltext : Probenvorbehandlungs- und Analysenmethoden zur Bestimmung von Schwermetallen in marinen Schwebstoffen

76

8.

Diskussion  der  Ergebnisse

8.1.  Blindwerte
In  den  im  Sommer  ’88  genommenen  Schwebstoffproben  blieb
nur  der  prozentuale  Anteil  der  Blindwerte  von  Titan,
Mangan,  Eisen,  und  Zink,  gemessen  an  der  durchschnittlichen ­
  Schwebstoffkonzentration,  unter  10  %.  Aufgrund  der
niedrigen  Schwebstoff-Beladung  (90%  der  Filter  waren  mit
<  6mg  Schwebstoff  belegt)  erreichten  die  Konzentrationen
der  Metalle  Chrom,  Nickel  und  Blei  nur  Werte,  die  in  einem
unakzeptablen  Verhältnis  zu  den  betreffenden  Blindwerten
standen  [c(Blindwert):c(Schwebstoff)  =  24-78%].
Von  9  Proben  des  Augusts  ’88  lagen  6  Proben  mit  ihren
Chrom-  und  Nickelkonzentrationen  unter  den  unten  angegebenen ­
  durchschnittlichen  Konzentrationen,  sodaß  hier  der
Blindwert  einen  noch  höheren  Anteil  am  Meßwert  hatte,  als
in  der  Tabelle  25  aufgezeigt
In  den  wesentlich  mehr  Schwebstoff  liefernden  Winterproben
(durchschnittliche  Belegung  mit  20mg  Schwebstoff)  hingegen, ­
  ergibt  sich  ein  Verhältnis  von  Blindwert  zur
Schwebstoffkonzentration  von  <  10%  für  alle  Elemente,  einschließlich ­
  Chrom,  Nickel  und  Blei.
Es  ist  davon  auszugehen,  daß  die  Blindwerte  der  niedrig
belasteten  Gefäße  den  Normalfall  darstellen  und  daß  die
Kupfer  und  Nickel  freisetzenden  Gefäße  auf  eine  punktuelle
und  zufällige  Kontamination  des  Kunststoffes  zurückgehen.
In  Verbindung  mit  der  zusätzlich  gereinigten  Säure,  sowi
der  Reinigung  der  Filter  durch  Auslaugung  ergaben  sic
also  auch  bei  niedrigen  Schwebstoffkonzentrationen  mi
FEP-Gefäßen  genügend  niedrige  Blindwerte  für  alle  Element
mit  Ausnahme  von  Chrom,  Nickel  und  Blei.  Eine  Konditionie—
rungszeit  von  2  x  72h  erwies  sich  als  ausreichend.

|  Elemente

Ti

V

Cr

Mn

Fe

Ni

Cu

Zn

As

Pb

Co

|  Durchschnl.  Konz

470

18

31

322

4720

4,5

20

35

<4,4

13

13

1  Blindwert

6,4

<4,5

7,6

2,7

24,3

3,5

31,6

3,0

<2,0

6,7

<1,6

|  Blindwert  X

1

<25

24

0,8

0,5

78

158

9

51

<12

Tabelle  25:  Verhältnis  der  Blindwerte  des  Aufschlusses  ausgelaugter  Filter  zu  der,
durchschnittlichen  Metallkonzentrationen* 1  von  Schwebstoffen  der  Deutschen  Bucht
August  1988.  Alle  Angaben  in  ßg/1  Aufschlußlösung.

I  Elemente

Ti

V

Cr

Mn

Fe

Ni

Cu

Zn

AS

Pb

Co

|  Durchschnl.  Konz.

4100

ISO

240

1590

47700

45

95

260

41

110

145

|  Blindwert

6,4

<4,5

7,6

2,7

24,3

3,5

31,6

3,0

<2,0

6,7

<1,6

|  Blindwertanteil  %\

0,2

<2,5

3

0,2

0,1

S

33

1

<  5

6

<1

Tabelle  26:  Verhältnis  der  Blindwerte  des  Aufschlusses  ausgelaugter  Filter  zu  der»
durchschnittlichen  Metallkonzentrationen  von  Schwebstoffen  der  Deutschen  Bucht  in,
November  1988.  Alle  Angaben  in  ug/l  Aufschlußlösung.

'  Metal1konzentration=  Meßwert  -  Blindwert

H  £  +J  ti
            
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