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Beispiel: Feldfortsetzung um At] nach oben
Die Autokovarianz der Potentialfelddaten sei durch ein radialsymmetrisches Poten
tial-Modell gegeben:
C zz (h) = C
871
25
ar C ■ e
2
--rar
Qazaz (p)
(4-23)
Die Anomalie soll um At) nach oben fortgesetzt werden. Die Kreuzkovarianz be
rechnet sich dann mit (4-21), (3-14) und (4-22).
^ATAZ^ r)
C TZ (h) =
^AZAZ (r '
-Al) r
c
1 +
5Ar]
2 a
25 h‘
4(a
-At])‘
-3/2
(4-24)
Nicht immer läßt sich ¡edoch die inverse Fouriei—Transformation des Kreuzspek
trums so leicht durchführen wie in dem eben gezeigten Beispiel der Feldfortsetzung. Bei
sehr komplexen Transformationen, wie sie z.B. die Berechnung äguivalenter magneti
scher Schichten (3-18) darstellt, oder bei der Kombination mehrerer verschiedener
Filteroperatoren, werden alle Versuche, daß Fouriei—Integral analytisch zu lösen, äus-
serst schwierig, oftmals sogar unmöglich.
Einen Ausweg bietet hier die Berechnung der inversen Fourier-Transformation auf
numerischem Wege. Der Gang der Berechnung ist in Abb. 4.20 ausführlich dargestellt.
Als Ergebnis erhält man diskret vorliegende Werte der Kreuzkovarianz, die in Form ei
ner Tabelle abgelegt werden, auf die das Kokriging-Rechnerprogramm Zugriff hat. Diese
Methode hat zudem den Vorteil, daß sie von der Rechenzeit her betrachtet wesentlich
schneller ist als die vielleicht mehrere hunderttausendmal auszuführende numerische
Berechnung einer unhandlichen analytisch vorliegenden Gleichung.
4.5.2.2 Die Summe der Kokriging-Gewichte
Das Energiedichtespektrum Q zz (u,v) der Potentialfelddaten erhält man durch Fourier-
Transformation der Autokorrelation (4-2):
Q zz (u,v) AC zz (h x ,h y ) = C zz (h x ,h y ) + mj
Entsprechend gilt für das Energiedichtespektrum Q TT (u,v) der transformierten Potential
felddaten
Q-p-piu.v) AC TT (h x ,h y ) = C TT (h x ,h y ) + m-j? .