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Full text: Die Anwendung geostatistischer Verfahren zur Interpretation von gravimetrischen und magnetischen Felddaten

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Im folgenden soll daher, nicht zuletzt um eine Modellfunktion in analytisch möglichst 
einfacher Form zu erhalten, untersucht werden, ob das Variogramm-Modell mit ellipti 
scher Basis (4-13) zur Approximation von experimentellen Variogrammen magnetischer 
Felddaten in niedrigen magnetischen Breitengraden ebenfalls geeignet ist. 
Dazu wurde zunächst ein synthetisches magnetisches Prismen-Ensemble-Modell erstellt 
(Abb. 4.8). Die Parameter der einzelnen Prismen wurden durch einen Zufallsgenerator 
mit Gaußscher Normalverteilungscharakteristik festgelegt. Die magnetische Totalfeld 
anomalie des Prismen-Modells wurde für ein hypothetisches Normalfeld mit einer Dekli 
nation 2> = 0° und einer Inklination 3 = 30° auf einem regelmäßigen Gitter mit 41*41 
Punkten berechnet (Abb. 4.9). Um eine induzierte Magnetisierung zu simulieren, wurde 
die Richtung der Magnetisierung gleich der Richtung des äußeren Magnetfeldes gesetzt. 
Das experimentelle Vanogramm der Daten ist in Abb. 4.7 für die Richtungen N-S, E-W, 
NE-SW und NW-SE dargestellt. Ebenfalls eingezeichnet ist das mit einem "Kleinste 
Quadrate'-Algorithmus angepaßte Variogramm-Modell mit elliptischer Basis (4-13). Die 
Anpassung ist insbesondere für kleine Abstände h recht gut. Auch bei der Untersu 
chung von realen magnetischen Felddaten (siehe 5.1.3 und 5.23) wird sich zeigen, daß 
die Approximation der experimentellen Variogramme durch die Modellfunktion (4-13) in 
vielen Fällen ausreichend ist. 
Da das Variogramm-Modell (4-13) also zur Approximation von Variogrammen gravi- 
metrischer und magnetischer Felddaten geeignet erscheint, soll es im folgenden als 
Potential-Modell bezeichnet werden. 
y(h)^nT 2 J 
T 
500 
400 
300 
200 
100 
0 
0 2 4 6 8 10 12 14 16 —* htkm] 
Abb. 4.7: Experimentelles Variogramm für die Richtungen E-W, NE-SW, N-S, NW-SE, 
berechnet aus den Daten der magnetischen Anomalie (Abb. 4.9) des Prismen- 
Ensemble-Modells (Abb.4.8), und die angepaßte Modellfunktion (Gl. (4-13))
	        
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