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Full text: Die Anwendung geostatistischer Verfahren zur Interpretation von gravimetrischen und magnetischen Felddaten

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3 Grundlagen aus Gravimetrie und Magnetlk 
Gravimetrische und magnetische Anomalie verschiedener Störkörpermodelle lassen sich 
im Wellenzahlbereich viel einfacher berechnen und formulieren als im Ortsbereich (siehe 
z.B. Bhattacharyya, 1966; Bhattacharyya und Leu, 1977; Gunn, 1975). Die Anomalie 
läßt sich in einzelne Faktoren aufspalten, die jeweils nur von einem einzelnen Parameter 
abhängen. Die Kenntnis dieser Faktoren ermöglicht eine Vielzahl von linearen Transfor 
mationen, die auf Potentialfeldanomalien angewendet werden können. Der erste Teil 
dieses Kapitels erarbeitet die für die Arbeit wichtigsten Zusammenhänge dieser Grund 
lagen. 
Gemessene Potentialfeldanomalien werden in der Regel nicht durch einen einzelnen, 
sondern durch mehrere Störkörper hervorgerufen, deren Wirkung sich überlagert. Statt 
einer deterministischen Interpretation, bei der einzelne Anomalien aus dem Integralfeld 
separiert und einem einzelnen Störkörper zugeordnet werden, bietet sich mit steigender 
Anzahl von Störkörpern eine statistische Untersuchung der Daten an. Der zweite Teil 
dieses Kapitels beschäftigt sich mit der statistischen Analyse von Potentialfelddaten im 
Wellenzahlbereich. In Anlehnung an das oft zitierte Modell von Spector und Grant 
(1970) wird ein statistisches Modell für das Energiedichtespektrum von magnetischen 
und gravimetrischen Felddaten hergeleitet. 
3.1 Die Darstellung von PotentialfeldanomaJIen im Wellenzahlbereich 
3.1.1 Gravimetrische Anomalie 
Das Schwerepotential U g bedingt durch eine Dichteverteilung p(x,y,z) an einem Punkt 
P(x,y,z) über der Dichteverteilung ist gegeben durch 
U g (x.y.z) = G 
p(5.w.C) 
O-oo-oo 
[(x-l;) 2 + (y-u) 2 + (C-z) 2 ] 
172 d^dudC , 
(3-1) 
wobei G die Gravitationskonstante bedeutet und ein kartesisches Koordinatensystem zu 
grundegelegt ist, bei dem z positiv nach unten zeigt. Gleichung (3-1) beschreibt eine 
Konvolution und kann daher mit 
A(x.y.C-z) 
1 
(3-2) 
im Wellenzahlbereich, wenn man mit u und v die Wellenzahlen bezeichnet, folgender 
maßen dargestellt werden (Gunn, 1975):
	        
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