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2.3.3 Der Einflußbereich für die lokale Schätzung
Theoretisch werden alle experimentell bekannten Werte Z(x.), i=1,. . .,n, für das Kriging-
bzw. Kokriging-Gleichungssystem benötigt. In der Praxis wird jedoch nur eine begrenzte
Anzahl von Datenpunkten aus der näheren Umgebung des Ortes x Q in die Schätzung
von Z(x Q ) einbezogen. Dafür gibt es u.a. folgende Gründe:
- Die Lösung von riesigen Gleichungssystemen ist numerisch sehr schwierig.
- Die regionalisierte Variable erfüllt oftmals die Stationaritätsbedingung nicht ein
heitlich im gesamten Untersuchungsgebiet, sondern ist nur quasistationär.
- Ab einer bestimmten Entfernung von x Q (Reichweite) verhält sich Z(x) nahezu un-
korreliert und hat kaum noch Einfluß auf die Schätzung von Z(x Q ).
Es werden daher im allgemeinen nur Werte von Z(x) herangezogen, die
1. innerhalb des Bereiches der Quasistationarität und
2. im Einflußbereich der Korrelation (siehe 2.2.2) liegen.
2.4 Ableitung einer Methode zur Kombination von linearer Schätzung mit linearer
Transformation: die Kokrlglng-Transformation
In diesem Abschnitt wird eine Methode entwickelt, die es ermöglicht, das Kokriging-
Konzept zur optimalen Schätzung von transformierten regionalisierten Variablen einzu
setzen.
Z(x) sei eine 2. Ordnung stationäre Zufallsfunktion mit dem konstanten, aber unbe
kannten Erwartungswert
e[z(x)] = m z
und der Autokovarianz
E[z(x + h)Z(x)] - m| = C zz (h) .
die als bekannt vorausgesetzt wird.
Mit Hilfe einer linearen Transformation T(x) = £{Z(x)} soll Z(x) in eine neue Zufalls
funktion T(x) mit dem konstanten, unbekannten Erwartungswert
E[T(x)] = m T