9
sowie
2y ZY (h) = 2C zy (0) - C 2Y (h) - C ZY (-h) (2-3)
Gleichung (2-3) zeigt, daß Kreuzkovarianz und Kreuzvariogramm im allgemeinen nicht
zwei gleichwertige Funktionen zur Beschreibung der Korrelation von Z(x) und Y(x)
darstellen. Nur wenn
C zy (h) = C zy (-h) = C YZ (h) ,
d.h. wenn die Kreuzkovarianz symmetrisch ist, läßt sich eine Äquivalenz in Analogie zu
(2-2) herstellen. Dann nämlich gilt
y ZY (h) = C ZY (0) - C ZY (h) .
2.2 Strukturanalyse
Der wichtigste und wohl schwierigste Schritt bei allen geostatistischen Verfahren ist
die Berechnung eines robusten Schätzwertes für das Variogramm oder die Autokovari-
anz der untersuchten regionalisierten Variablen. Im Falle einer Koregionalisation müssen
zusätzlich noch Schätzwerte für die verschiedenen Kreuzvariogramme oder Kreuzkova
rianzen gefunden werden. Eine ausführliche Beschreibung der Strukturanalyse findet
man z.B. in Journel und Huijbregts (1978) sowie David (1977). Im folgenden sollen daher
nur die wichtigsten Punkte zusammengetragen werden.
Ist die regionalisierte Variable stationär 2. Ordnung , kann wahlweise die Autokovari
anz oder das Variogramm zur Untersuchung der statistischen Struktur verwendet
werden (vergl. 2.1.1.1). In der Geostatistik wird im allgemeinen das Variogramm bevor
zugt, da
a) der Schätzwert der Autokovarianz im Gegensatz zum Schätzwert des Vario-
gramms einen systematischen Fehler enthält, wenn der Erwartungswert der regio
nalisierten Variablen im voraus nicht bekannt ist (siehe z.B. Journel und Huijbregts,
1978),
b) das Variogramm auch dann noch seine Gültigkeit behält, wenn die regionalisierte
Variable nur die intrinsische Hypothese (2.1.1.2) erfüllt.