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2) Die Autokovarianz beschreibt die Abhängigkeit zwischen den einzelnen Zufalls
variablen der Zufallsfunktion. Betrachtet man die Zufallsfunktion an den Orten x
und x + h, wobei h einen Abstandsvektor bezeichnet, so schreibt sich die Auto
kovarianz als
C zz (x,x+h) = E[(z(x)-m z (x))(z(x + h)-m z (x + h))] .
Sie existiert, wenn die Varianzen o 2 (x) und o 2 (x+h) bestehen.
3) Das Variogramm 1 ist definiert als die halbe Varianz des Inkrementes (Z(x)-Z(x +h))
und ist ebenfalls eine Funktion zur Beschreibung der Abhängigkeit von Z(x) und
Z(x + h).
Y zz (x,x + h) = \ E[(z(x)-Z(x + h)) 2 ]
2.1.1 Stationarität
Bei den Variablen, die in den Geowissenschaften betrachtet werden, handelt es sich
meistens um Größen mit eindeutigen Werten. Die Betrachtung einer solchen Variablen
als regionalisierte Variable z(x) und somit als Interpretation einer Zufallsfunktion Z(x)
bedeutet, daß nur eine einzige Realisation jeder Zufallsvariablen Z(x.) zur Verfügung
steht. Statistische Untersuchungen der Zufallsfunktion sind daher nur möglich, wenn für
die Wahrscheinlichkeitsstruktur bestimmte Annahmen getroffen werden. Die größte
Einschränkung wäre dabei die Annahme der strengen Stationarität, d.h. die Annahme
der Stationarität aller Momente der Zufallsfunktion oder, anders ausgedrückt, die Inva
rianz des räumlichen Verteilungsgesetzes gegenüber Translationen um einen Verschie
bungsvektor h.
Wie schon In 2.1 erwähnt, reicht es in der (linearen) Geostatistik aus, die Existenz
der Momente 1. und 2. Ordnung anzunehmen und die Stationarität auf diese zu be
grenzen.
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Die korrekte Bezeichnung Ist Semi-Variogramm. Es hat sich jedoch der kürzere Na
me Varlogramm eingebürgert.