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C zz (h) und C YY (h) lassen sich wie bei der einfachen Kokriging-Transformation (2.4)
verhältnismäßig einfach aus den existierenden Daten mit Hilfe von experimentellen Vario-
grammen berechnen und durch Modellfunktionen approximieren (vergl. 4.5.2). Schwie
rigkeiten werden bei Potentialfelddaten dagegen vor allen Dingen die numerische Berech
nung der experimentellen Kreuzkovarianz C ZY (h) sowie die Aufstellung und Anpassung
einer geeigneten Modellfunktion bereiten. Die Verwendung eines experimentellen Kreuz-
variogramms ist hier nicht ohne weiteres möglich, da
1. zur Berechnung die gravimetrischen und magnetischen Felddaten theoretisch an den
selben Orten vorliegen müssen (vergl. Definition des Kreuzvariogramms in 2.1.2),
2. die Gleichwertigkeit von Kreuzkovarianz und Kreuzvariogramm nur unter bestimm
ten Voraussetzungen gegeben ist (siehe 2.1.2).
C TZ (h), C-ppiO) und co können wiederum wie bei der einfachen Kokriging-Transformation
berechnet werden (vergl. 4.5.2.1. 4.5.2.2 und 4.5.23). Theoretische Probleme sind
jedoch bei der analytischen Bestimmung der Kreuzkovarianz C TY (h) zu erwarten. Einen
Ansatzpunkt zur Lösung dieser Aufgabe liefert möglicherweise die Poisson'sche Bezie
hung zwischen magnetischen und gravimetrischen Störfeldern.