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6 Ausblick
In den vorangegangenen Kapiteln wurde gezeigt, daß geostatlstlsche Verfahren bei der
Bearbeitung und Interpretation von gravlmetrlschen sowie magnetischen Felddaten sinn
voll und effektiv eingesetzt werden können.
Zu den Einschränkungen, die die Verfahren bei der In der Arbeit angewandten Form
aufweisen, muß in erster Linie die Voraussetzung der Stationarität 2. Ordnung genannt
werden. Die Strenge dieser Annahme konnte zwar bei allen hier gezeigten Anwen
dungsbeispielen durch eine quasistationäre (siehe 2.1.13) Betrachtungsweise abge
schwächt werden, es ist jedoch nicht zu erwarten, daß dies bei allen Potentialfelddaten
sätzen möglich ist. In diesem Fall wird die Anwendbarkeit von nicht-stationären Verfah
ren aus der Geostatistik, wie z.B. das universelle Kriging (Journel und Huijbregts, 1978)
und das universelle Kokriging (Myers, 1982) sowie das Konzept der generalisierten
Kovarianzen (Delfiner, 1975), überprüft werden müssen.
Im Hinblick auf zukünftige Untersuchungen und als allgemeiner Ausblick läßt sich
sagen, daß geostatistische Verfahren in den Arbeitsgebieten Gravimetrie und Magnetik
- und nicht nur dort - ein weites Feld von neuen Interpretationsmöglichkeiten und -hilfen
eröffnen. Stellvertretend für die Vielzahl von Erweiterungsmöglichkeiten, die sich dabei
ergeben, soll hier auf einen Aspekt eingegangen werden, der dann sehr interessant
wird, wenn in einem Untersuchungsgebiet sowohl gravimetrische als auch magnetische
Felddaten vorhanden sind und eine räumliche Korrelation zwischen diesen beobachtet
werden kann. Neben der in 2.3.2.1 erläuterten optimalen Schätzung einer Variablen mit
Hilfe einer anderen (Kokriging) Ist ebenso eine kombinierte optimale lineare Schätzung
und lineare Transformation einer Variablen mit Hilfe einer anderen möglich. Dies ist z.B.
dann sinnvoll, wenn die eine Variable größere Datenlücken aufweist, Werte der anderen
in diesen Bereichen jedoch vorliegen. Der dafür benötigte geostatistische Formalismus
soll Im folgenden kurz dargestellt werden. Er ergibt sich durch eine Kombination der
Betrachtungen aus den Abschnitten 2.3.2.1 und 2.4.
Gesucht ist ein Schätzwert der Form:
T * (X TO> - X V; Z(X z .J
z-
k = 1
k Y ^ X Yk'
Wobei:
Z(x)
Y(x)
1. regionalisierte Variable (z.B. gravimetrische Felddaten)
2. regionalisierte Variable (z. B. magnetische Felddaten)
Schätzwert der transformierten 1. regionalisierten Variablen am Ort x TO