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"tiefergelegenen Strukturen“ zu betrachten und abzuschätzen. Die so berechneten
Feldkomponenten AF^x.y) und AF 2 (x,y) + m z sind in Abb. 5.23 und 5.25 dargestellt, die
dazugehörigen Kokriging-Standardabweichungen zeigen Abb. 5.24 und 5.26. Zur besseren
Veranschaulichung wurden die beiden Komponenten zusätzlich für Profil 3 mit der
gemessenen Totalintensität im Schnitt dargestellt (Abb. 5.22). Die Lage von Profil 3 läßt
sich aus Abb. 5.20 entnehmen.
Die Karte mit den Anomalien der "oberflächennahen Strukturen" (Abb. 5.23) verdeut
licht die starke Inhomogenität des oberen Teils des Grundgebirges. Die Vielzahl von
magnetischen Einzelanomalien könnten ein Hinweis auf z. B. kleinräumige Serpentinit-
und Eisenquarziteinschlüsse sein, die an der Oberkante des granitischen Grundgebirges
gefunden wurden (siehe 5.2.1).
Die Karte mit der Feldkomponente der "tiefergelegenen Strukturen" (Abb. 5.25) weist
darauf hin, das die tieferen Inhomogenitäten des Grundgebirges relativ große Ausmaße
haben müssen. Zweidimensionale Störkörpermodelle, die aus den Daten von Profil 3
(dicke Linie in Abb. 5.22) berechnet wurden (siehe Burkhardt et al., 1987; Querner,
1987), fordern u.a. einen unmagnetischen Störkörpers mit ca. 10-15 km 2 Querschnitts
fläche und einer Oberkantentiefe von ca. 1km, der in das magnetische granitische
Grundgebirge eingelagert ist und in Übereinstimmung mit geologischen Vorstellungen
(Schandelmeier et al., 1987a; siehe auch 5.2.1) als Marmoreinsschluß interpretiert wurde.
Abb. 5-22: Veranschaulichung der Feldertrennung mit Kokriging: Aufspaltung der
Totalintesität F(x,y) in eine Komponente für "oberflächennahe Strukturen"
AF^x.y) und eine Komponente für "tiefergelegene Strukturen” AF 2 (x,y) + m ?
auf Profil 3 Cy = 0)