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Abb. 5.17: Häufigkeitsverteilung der Totalintensitätswerte. Zusätzlich ist eine Gauß'sche
Normalverteilungskurve (F, o F ) mit einem Mittelwert F = 36985 nT und
einer Standardabweichung a F ~ 48 nT eingezeichnet.
Zunächst wurde an das radial gemittelte Vanogramm eine Modellfunktion angepaßt.
Um das sehr stetige Verhalten des Variogramms in der Nähe des Ursprungs (h = 0) zu
approximieren, war ein geschachteltes Variogramm-Modell (2.2.3), bestehend aus zwei
Potential-Modellen y r y 2 mit unterschiedlichen Reichweiten a r a 2 und Schwellenwerten
C r C 2 erforderlich (Abb. 5.18). Die Modellkomponenten y v Y 2 beschreiben das statis
tische und physikalische Verhalten von zwei unabhängig voneinander wirkenden Störkör
performationen, deren Anomalie-Komponenten AF.,(x,y) und AF 2 (x,y) sich mit dem als
konstant betrachteten Regionalfeldanteil m z (vergl. 4.1) zum gemessenen Gesamtfeld
F(x,y) überlagern. Aus den Reichweiten lassen sich über (4-18) folgende scheinbare
mittlere Störkörpertiefen abschätzen:
Tj s 360 m für relativ oberflächennahe magnetische Quellen
fj ** 1500 m für tiefergelegene magnetisch wirksame Strukturen
s 2
Eine vergleichbare Unterscheidung erhält man auch aus dem Energiedichtespektrum der
magnetischen Felddaten (Burkhardt et al„ 1987; Querner, 1987).
Betrachtet man die Sedimentdecke, die vorwiegend aus Sandstein besteht (vergl. 5.2.1),
als (nahezu) unmagnetisch, dann können die oberflächennahen Quellen mit großer
Wahrscheinlichkeit bereits dem Grundgebirge zugerechnet werden. Diese Interpretation
steht im Einklang mit dem Ergebnis einer ca. 10 km entfernten Bohrung am südlichen