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Full text: Die Anwendung geostatistischer Verfahren zur Interpretation von gravimetrischen und magnetischen Felddaten

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rungszonen übereinstimmt (siehe 5.1.1). Das kreisförmige Dichtemaximum (775 km E, 
2535 km N) am südöstlichen Rand des Dichteminimums deutet vermutlich auf eine in- 
trusive Struktur, da östlich des Safsaf-Grundgebirgs-Komplexes viele Gabbro-Intrusionen 
anzufinden sind (Bernau et al., 1986). 
5.1.5 Beiträge zur Interpretation der magnetischen Anomalien 
Die aeromagnetische Befliegung reicht südlich leider nur bis zu einer geographischen 
Breite von 22°55' N und überdeckt daher nur einen Teil des gravimetrisch sehr inte 
ressanten Gebiets des Uweinat-Safsaf-Schwellenbereichs. In der Bouguer-Isanomalen- 
karte (Abb. 5.7) ist das Teilgebiet der aeromagnetischen Vermessung, das hier näher 
untersucht werden soll, durch eine dicke gestrichelte Linie umrandet. 
5.1.5.1 Die magnetische Isanomalenkarte 
Für die Darstellung in Abb. 5.12 wurden die entlang der Fluglinien digitalisierten Werte 
(vergl. 5.1.2) der Anomalien der magnetischen Totalintensität mit dem Fehler-Kokri- 
ging-Verfahren auf ein relativ feinmaschiges rechtwinkliges Gitter (Orientierung: N-S, 
E-W; Knotenabstand in beide Richtungen: 2 km) interpoliert und als Isanomalen mit ei 
nem Intervall vom 50 nT aufgetragen. Für die Interpolation jedes Datengitterpunktes 
wurden die jeweils 60 nächstgelegenen Datenpunkte verwendet. 
Aus der Konzentration der Anomalien auf den Fluglinien sieht man, daß das Anoma 
lienmuster aufgrund des großen Abstandes der Profile nur unvollständig erfaßt ist. Ein 
quantitative Einschätzung des Interpolationsfehlers ermöglicht die dazugehörige Karte 
mit der Standardabweichung (Abb. 5.13), die mit einem Isolinienintervall von 20 nT ge 
zeichnet ist. Sie zeigt deutlich, daß die Standardabweichung der magnetischen Anoma 
lien zwischen den Profilgruppen teilweise auf sehr hohe Werte von bis zu 80 nT an 
steigt, während sie im Bereich der Dreierprofilformationen im allgemeinen unter 20 nT 
bleibt. Wie bei der gravimetrischen Karte (Abb. 5.7) muß auch hier festgestellt werden, 
daß das Meßliniennetz für eine flächenhaft zuverlässige Aussage zu weitmaschig ange 
legt wurde. Um die Standardabweichung überall kleiner als 20 nT zu halten, wäre ein 
Profilabstand von ca. 3 bis 6 km notwendig gewesen. 
Die große Anzahl von kleinräumigen Anomalien steht im Einklang mit der bereits in 
der Gravimetrie ersichtlichen starken Inhomogenität des Basements. Die aufgrund der 
Schweredaten vermutete Intrusivstruktur bei ca. 775 km E, 2535 km N (Abb. 5.7) ruft 
auch in der magnetischen Karte eine ausgeprägte Anomalie hervor. Eine besonders auf 
fällige magnetische "Minimum-Maximum"-Anomalie bei ca. 710 km E, 2640 km N fällt 
bei der Schwerekarte dagegen in den Bereich einer Datenlücke und ist deshalb gravi 
metrisch nicht überprüfbar.
	        
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