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Abb 5.11: Mit der Kokriging-Transformation aus den Bouguer-Anomalien (Abb. 5.7)
berechnete Karte mit scheinbaren Dichtekontrasten, ebenfalls eingezeichnet
ist die 0.1 g cm“ 3 -Isolinie der Kokriging-Standardabweichung
Dicke der äquivalenten Schicht: 2 km
GPC-Mefiprofile. auf denen die bei der Kokriging-Transformation
verwendeten Datenpunkte markiert sind
schiedene Schattierungsstufen in Intervallen von 0.1 g-cm" 3 dargestellt. Die Skala reicht
von weiß (-0.6 g-cm“ 3 ) bis schwarz (+0.2 g-cm“ 3 ). Ebenfalls dargestellt in Abb. 5.11
ist die 0.1 g • cm“ 3 -lsolinie der Kokriging-Standardabweichung. Durch die kombinierte
Darstellung der scheinbaren Dichtekontraste und der Standardabweichung wird eine direkte
Beurteilung der Vertrauenswürdigkeit der Schätzwerte ermöglicht.
Das Antreffen von überwiegend negativen Dichtekontrasten liegt daran, daß auch die
Bouguer-Anomalien im Schnitt negative Werte aufweisen. Auffallend sind die extrem
hohen lateralen Dichteunterschiede von ca. 0.6 bis 0.7 g • cm“ 3 im Gebiet des Safsaf-
Grundgebirgs-Komplexes. Gerade dort im Bereich des anstehenden Grundgebirges
scheint eine Deutung allein durch unterschiedliche Gesteinsdichten ("stationäres Modell")
ziemlich unrealistisch. Eine glaubwürdigere Interpretation ließe sich hier in Kombination
mit einem "dynamischen Modell" erzielen: Rezente (möglicherweise reaktivierte) Aufwöl
bung des Uweinat-Safsaf-Schwellenbereiches kombiniert mit einer Aufwärmung des
Erdkrustengesteins könnte das Dichtedefizit unterhalb des Safsaf-Grundgebirgs-Kom-
plexes verursachen. Für diese Modellvorstellung spricht auch die Tatsache, daß die
Streichrichtung des Dichteminimums mit Richtung der Schwelle und der größeren Stö-